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Sonntag, 24. Juni 2012

Sowas trinken wir nicht!

Obwohl ich die meiste Zeit meiner Schicht an der Kasse verbringe habe ich doch manchmal auch andere Aufgaben, bei denen ich mich im Laden aufhalte. Als ich gerade dabei war die Angebotsetiketten der nächsten Woche auszutauschen hörte ich am Getränkeregal die Unterhaltung eines kleinen Mädchens und ihrer Mutter.

Die Mutter griff zu einer Flasche Cola als das Mädchen vorschlug, doch stattdessen Cola light mit weniger Zucker zu nehmen. Seltsam war die Reaktion der Mutter:

"Bah, nee, sowas trinken wir nicht!"

Über die Vorbildsfunktion lässt sich hier streiten. Auch wenn Cola light nicht gesünder ist als die "normale", so sendet es meiner Meinung nach trotzdem die falsche Botschaft an das Kind, wenn man auf zuckerfreie Produkte mit Ekel reagiert.

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Montag, 1. März 2010

Man kann nicht jeden mögen...

Zwischen all meinen Lieblingskunden, Stammkunden und solchen, die einem kaum im Gedächtnis bleiben gibt es auch welche, bei denen ich schon seufzen muss, wenn ich sie nur von Weitem sehe. Ungeliebte Kunden, immer wieder unfreundliche Kunden.

So wie auch eine kleine russische Familie, die eigentlich jeden Tag mit ihrer unangenehmen Art den Laden besuchen.

Sie, etwa 35-40, etwas dicker und ihr Mann,sehr dürr, reden konsequent auf russisch, ebenso ihre kleine unsympathische Tochter. Obwohl ich Ihn bisher eigentlich nur selten hab sprechen hören, Sie hat eindeutig die Hosen an. Und da Sie so beschäftigt damit ist ihren Mann anzublaffen, findet sie auch nicht die Zeit kurz auf mein "Guten Tag" zur Begrüßung zu antworten. So weit, so gut.
Letzte Woche hatte ich mal wieder die Ehre die Familie an meiner Kasse begrüßen zu dürfen. Meist bringe ich dann alles schnell hinter mich,damit ich die drei so schnell wie möglich wieder los bin.
So auch an diesem Tag. Und als ich danach längst beim nächsten Kunden war, blaffte die Mutter mich an:

"Ich will Punkte!!"

Na wer würde auf eine so freundliche Bitte nicht sofort eingehen?
Mit den allseits beliebten Sammelmärken oder auch Treuepunkten verhält es sich so: Pro 5 Euro Einkauf gibt es ein solches Märkchen. Und hier war der Moment meiner kleinen persönlichen Rache gekommen- denn witzigerweise war der Einkaufswert der Familie genau 14,99. Auch auf dem Kasselzettel steht dann geschrieben: "Sie bekommen 2 Treuepunkt(e)". In der Regel gebe ich den netten Kunden dann natürlich ein weiteres Märkchen- diesmal nicht. Mit einem süffisanten Lächeln überreiche ich der blöden Kundin zwei Märkchen.
Sie guckt irritiert. Ich stelle mich schon auf eine Diskussion ein. Gesagt hat sie aber nichts. Sich nur aufgeregt mit ihrem Mann unterhalten. Natürlich auf russisch. Jetzt muss ich nur noch lernen was "blöde Kuh" auf russisch heißt. Vielleicht können wir uns dann ja nächstes mal sogar ein bisschen unterhalten. Dabei würde mir ein "Guten Tag" eigentlich schon völlig reichen..
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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Die gestresste Mutter

Als Pendant zum Familienvater gibt es dann noch die gestresste Mutter.
Ach wie tut sie mir leid.
Sie verrichtet immer den Einkauf für eine Woche. Meist mit den Kindern im Anhang. Die nerven sie dann umso mehr weil Papa ihnen die Süßigkeiten ja erlaubt hat. Multi-Tasking ist gefragt. Ich fange an zu kassieren. Mutter sucht indess die kleine Paula die nochmal ganz schnell zu den Zeitschriften wollte. Mir solls egal sein, ich habe ja genug zu kassieren. Der kleine Julian indess versucht Mutter zu helfen und fängt schonmal an die Sachen einzupacken. Flasche Wasser auf Joghurt, ist ja klar. Paula und Mutter erreichen die Kasse, sie packen den Rest der Sachen aus, Mutter entdeckt Julian und versucht sich mit Schadensbegrenzung. Währendessen versucht die kleine Paula den restlichen Joghurt aufs Band zu räumen-- aaaah Band verfehlt. Nicht ohne Grund liegt immer eine Rolle Zewa an der Kasse. Ich beende den Kassenvorgang. Mutter zahlt, meist mit Karte (geht schneller) oder mit Schein- ohne Kleingeld. Nur unnötiger Stress. Die restlichen Waren werden nur noch in den Wagen geschmissen. Nur schnell raus. Freundlich bleibt sie meist trotzdem.
Und wenn sie gegangen ist und ich in Gedanken den Joghurt aufwische tut sie mir eigentlich nur leid, die gestresste Mutter. Aber vielleicht wartet Zuhause ja Vati, der ihr ein bisschen Arbeit abnimmt- und ein paar Überraschungseier.
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