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Mittwoch, 27. Juni 2012

Zweite Kasse bitte!

Damit es nicht heißt ich würde mich nur über Kunden ärgern - es gibt Kollegen die denen in Nichts nachstehen. Die Schicht Samstags ist meiner Meinung nach die stressigste. Besonders der Samstag Nachmittag. Unter den Kollegen weiß man das und sollte versuchen das beste daraus zu machen. An einem dieser Samstage war ich die einzige besetzte Kasse. Das nennt sich bei uns die "erste" Kasse, also die die konstant sitzen bleibt, dann gibt es denjenigen der "zweite Kasse" macht, also sich als zweites hinsetzt und so geht das mit der dritten und der vierten weiter. Bei der vierten ist Schluss, mehr Kassen gibt es bei uns nicht. An eben diesem Samstag war ich die erste Kasse und die Schlange wurde länger und länger, so dass ich also irgendwann nach der zweiten Kasse rufen musste. Es kam aber niemand. Es wurde immer voller und immernoch kein Kollege in Sicht. Ich rief wieder durch, etwas ungeduldiger. Dann endlich, bequemte sich eine Kollegin an die Kasse. Doch anstatt sich zu setzen kam sie nur nach vorne um mich darauf hinzuweisen, dass sie nicht die zweite Kasse sei und dass sich Herr xyz setzen müsste. Zu diesem Zeitpunkt war die Schlange wirklich beunruhigend lang und die Kunden Zurecht genervt. Auch unsere Vorschriften besagen es natürlich, dass man in diesem Fall eine Kasse öffnen muss. Die Kollegin aber beharrte auf ihrer Position als spätere Kasse und nahm den weiten Weg durch den Laden auf sich um mir eben dies mitzuteilen. Ich war zurecht sauer und auch die Kunden lassen diese Stimmung letztlich an mir aus. Während die Kollegin wieder im Laden verschwand. Da sind die meisten Kunden wesentlich erträglicher ;)

Was an der Situation auch nett war: der betreffende Kollege der die "zweite" Kasse besetzen musste hielt sich während meiner Durchsagen vor dem Laden auf um dort die Außenverkäufe aufzuräumen. Er hatte der Kollegin auch Bescheid gesagt... Einfach nur zum kopfschütteln.
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Samstag, 19. Mai 2012

So viele Entscheidungen

In der Filiale in der ich arbeite haben wir seit einiger Zeit neben den Spirituosen auch die Tabakwaren eingeschlossen, das habe ich in diesem Beitrag auch mal erwähnt.

Leider hat sich diese Regelung, die eigentlich nur zum Diebstahlschutz eingerichtet wurde, als extrem zeitaufwendig herausgestellt. Nicht nur, weil die Kassiererin jedes mal aufstehen muss wenn jemand Tabakwaren braucht, sondern auch weil dieser Wunsch immer wieder Missverständnisse erzeugt.

Der Kunde entscheidet zwischen Drehtabak, Stopftabak aus der Dose oder Zigarillos, der normalen oder der "leichten" Variante, der großen Dose oder der kleinen oder zwischen verschiedenen Sorten Zigarillos. Entscheidungen über Entscheidungen. Wer jetzt glaubt, dass diese vom Kunden im Voraus getroffen werden irrt. Meistens beginnt spätestens wenn ich mit dem Schlüssel vor der "Vitrine" stehe der Entscheidungsprozess. Und welchen Tabak wollte die Freundin jetzt noch haben?

Aus all diesen Faktoren ergab sich gestern Abend folgendes Gespräch an der Kasse:

"Ich brauche noch Tabak."

- "Welchen hätten Sie gerne?"

"Tabak!"

- "Welchen genau?"

"JPS"

- Zum drehen oder zum stopfen?"

"JPS"

- "In der Packung oder die Dose?"

"Den roten"

Wir konnten uns dann doch noch einigen, er wollte eine Packung Drehtabak. Da ich aber in der Spätschicht die einzige Kasse war und es ein gut besuchter Freitagabend war hatte sich in dieser Zeit schon eine beträchtliche Menge an Kunden an der Kasse gestaut. Insofern ist das mal eine Entscheidung der Chefetage die ich nicht wirklich unterstütze. Zudem ist es auch einfach nervig für meine Kollegen und mich. Da wäre es schon schön wenn man sich für eine Sorte entscheidet bevor ich aufgestanden bin und wenn man mir dann auch konkret sagt, was genau gewünscht ist.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

Auf der Flucht

"Machen Sie mal langsam, wird sind ja nicht auf der Flucht."

Sagen Sie das mal den zehn Kunden hinter Ihnen die schon so finster gucken und gleich mich persönlich für Ihre Wartezeit verantwortlich machen. Es ist aber auch immer dasselbe, für die einen bin ich zu schnell, für die anderen zu langsam. Und warten will keiner. Aber wie seltsam ist es doch, dass die, die in der Schlange am ungeduldigsten mit den Füßen scharren bei ihrem eigenen Einkauf dann plötzlich am meisten Zeit haben. Die dann erst alle Einkäufe einpacken bevor Sie sich bequemen mir das Geld zu reichen, natürlich erst nachdem sie die 8,97 Euro in Kleingeld hervorgekramt haben. Um dann zu merken, dass sie nur 96 Cent haben. Das ist dann natürlich ärgerlich. Meistens mehr für mich als für den Kunden. Denn von dem Kleingeld weiß der Kunde ganz hinter in der Reihe ja nichts. Der fragt sich nur, warum die blöde Kassiererin da vorne nicht endlich mal schneller macht. Ohne mich selbst bemitleiden zu wollen: Wie man es macht, man macht es falsch...
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Donnerstag, 10. Mai 2012

Ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür...

Zu meinem Leidwesen kann wirklich alles was ich an der Kasse so tue die Kunden zu dummen Sprüchen verleiten. Mal abgesehen vom kassieren selbst natürlich, darüber habe ich mich ja oft genug ausgelassen. Aber jede andere Tätigkeit provoziert die Kunden geradezu es zu kommentieren.

Wir haben an allen Kassen Reinigungsmittel und Papiertücher liegen, damit in den raren Momenten in denen keiner da ist mal das Band gewischt werden kann, oder die Sauerei von runtergefallen Joghurts beseitigt werden kann. Lässt sich aber natürlich nicht vermeiden, dass irgendwann doch ein Kunde kommt, in diesem ruhigen Moment in denen ich entspannt mein Band säubere. Anstatt also einfach zu fragen ob es ok ist wenn man auflegt oder es eben einfach zu tun, das ist ja meine Hauptaufgabe, müssen 95% der Kunden eben dieses Reinigen des Bandes erst einmal kommentieren:

"Haben Sie extra für mich sauber gemacht?"

"Das machen Sie aber schön!"

Oder mein absoluter Aufreger:

"Da können Sie gerne bei mir Zuhause weiter machen!"

Den finde ich zudem nämlich noch sehr unverschämt.

Ich habe glaube ich oft genug klargestellt, dass ich nichts gegen ein Schwätzchen mit den Kunden habe und selbst den langweiligsten Witz auch beim zehnten Mal noch freundlich belächele - aber es gibt es denn keinen Moment wo ich mal einfach meine Ruhe haben kann? Etwas das nicht kommentiert werden muss, wo keiner seinen Senf hinzu geben muss? Oder reagiere ich vielleicht einfach völlig über?
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Sonntag, 22. April 2012

Kleinigkeiten,die einen immer wieder ärgern

Es gibt Kleinigkeiten, die mir an der Kasse ständig passieren und die es immer wieder schaffen mich zu ärgern. Dinge, bei denen andere wahrscheinlich nicht verstehen, wieso mich eine solche Kleinigkeit so aufregen kann, aber wenn man die selbe Sache von gefühlten 1000 Kunden am Tag hört, nervt es einfach.

Dazu gehört folgendes:
Kunde kommt, ich kassiere, soundsoviel Euro bitte. Und wie so oft bekomme ich dann eine Handvoll Kleingeld gereicht, die der Kunde vorher meist umständlich gezählt hat. (Ich werde nie verstehen wieso es so schwierig ist das Kleingeld aus dem Portemoinee zu nehmen)

Und dann kommt er, der Satz den ich hasse.

"Zählen sie nochmal nach."

Wie gesagt, versteht wahrscheinlich niemand. Aber diese Kunden halten mich wohl entweder für doof oder extrem naiv. Denn natürlich muss ich nochmal zählen und darf dem Kunden nicht blind vertrauen, wieso muss man das also extra nochmal hinzufügen und so tun als wäre ich eine unfähige dumme Nuss?

Ich würde ja nie einem Kunden gegenüber was sagen, es meint ja auch (wahrscheinlich/hoffentlich) niemand von ihnen wirklich böse, aber mich regt es trotzdem auf.
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Mittwoch, 21. März 2012

Frieren und bibbern

Passend zum Frühlingswetter zur Zeit habe ich noch eine Story aus den kälteren Tagen. Die Kassen sind bei uns (wie wohl in fast jedem Supermarkt) nahe der Tür. Je nach dem an welcher Kasse man sitzt bekommt man da doch den ein oder anderen kalten Luftzug mit ab. Eine Kollegin habe ich tatsächlich mal mit Handschuhen an der Kasse erlebt, mit gefrorenen Finger lässt es sich auch wirklich schlecht arbeiten.
Zu diesem Zweck haben wir an der Decke über den Kassen eine Lüftung. Ich gebe zu, die Luft ist nicht besonders angenehm, ich stelle das Ding meist selbst aus, aber manchmal geht es eben nicht anders. Viel nerviger als unangenehm warme Luft von oben auf den Kopf geblasen zu bekommen sind allerdings die Kommentare zu denen die Kunden dadurch angeregt werden. Bzw. die Tatsache dass viele Kunden meinen sie müssten einfach alles kommentieren. Eine ältere Dame hat mir zu diesem Thema aber wirklich die Nerven geraubt.
Sie kam eines Nachmittags an meine Kasse und stand also vor mir, direkt unter der Lüftung. Sofort schreckte sie zurück. "Nee, das ist ja furchtbar. Nee, das ertrage ich nicht." Da ich ja mittlerweile an einiges gewöhnt bin habe ich mich davon nicht beeindrucken lassen und weiter kassiert. Überrascht war ich dann doch, also die Kundin starr vor der Kasse stehen blieb und sich dann sofort umständlich nach vorne beugte um mir das Geld zu reichen, ohne sich ein Stück vor zu bewegen. Glücklicherweise stand niemand hinter ihr. Nachdem der Kassiervorgang dann endlich beendet war ist sie tatsächlich fast rennen unter der Lüftung durchgehuscht und hat hinter der Kasse eingepackt. Natürlich während Sie mir weiterhin erklärte wie unangenehm diese Lüftung sei und sie das nicht ausstehen kann. Na und ich kann frieren eben nicht ausstehen...
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Sonntag, 12. Dezember 2010

Ich muss mich mal wieder aufregen...

Ich muss einfach weitermachen mit Dingen die nerven. Keine Neugigkeiten, keine witzige Geschichten,aber sich immer wieder wiederholende Eigenarten und nervige Eigenschaften von Kunden die einem Kassierer immer wieder begegnen und irgendwann wirklich zu Hassanfällen führen.
Dazu gehören Kunden, die ihre Ware erst einpacken und dann zahlen. Bei wenigen Artikeln finde ich das in Ordnung, obwohl ich auch da warte, aber es gibt tatsächlich Kunden die einen Einkauf im Wert von 50 € erst sorgfältig wegpacken, dann ihre Geldbörse suchen und dann noch Kleingeld rausfischen bis sie merken das sie nicht genug haben um dann mit Karte zu zahlen. Das passiert am liebsten an Samstagen, Tagen vor Feiertagen oder dem gut besuchten Nachmittag an dem die Schlange sowieso lang ist, die Kunden schon vornerein genervt sind und enden immer damit dass die blöde, langsame Kassiererin Schuld ist... wie auch an sonst allem.
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Ganz Deutschland im Schneechaos..

Das Wetter der letzten Woche werden ja sicherlich alle Leser mitbekommen haben und auch meine Filiale wurde nicht davon verschont. Die Arbeitstage waren da meist recht langweilig weil sich die meisten einfach nicht aus dem Haus trauten. An den Tagen wo es zum Glück mal nicht schneite war dann natürlich dementsprechend die Hölle los. Und an einem solchen Tag beschwerte sich eine Kundin bei uns:

"Das ist einfach eine Frechheit wie ihr Parkplatz aussieht. Das ist ihre Aufgabe die Stadt anzurufen damit da gestreut wird. Es kann ja nicht angehen dass ich da auf dem Matsch ausrutsche und man den Wagen da gar nicht hinfahren kann. Sie sind dafür verantwortlich."

Mein Kollege konnte die Kundin dann einigermaßen beruhigen, als sie weg war bemerkte ich nur:
"Schneechaos in ganz Deutschland, aber der Parkplatz der xxx Filiale in xxx wird gestreut..."
... Zu diesem Zeitpunkt waren bei uns noch nichtmal die Hauptstraßen schneefrei. Ach, die lieben Kunden :)
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Freitag, 3. Dezember 2010

Tasche aufs Band..

Ich mag es auch nicht besonders, wenn ein Kunde seine Einkaufstasche aufs Warenband legt. Das ergibt erstens keinen Sinn, was soll die denn auch da, und zweitens finde ich es eklig. Denn meistens sind das irgendwelche dreckigen Stoffbeutel die irgendwann mal beige waren und nun in ein bräunliches Irgendwas gewechselt haben. Und die werden dann aufs Band geworfen. Oder auch gerne mal über mich ins Warenfach hinter der Kasse. Als wäre es so schwer den einfach noch zwei Minuten in der Hand zu halten. Genauso die Damen, die ihr Handtasche aufs Warenband stellen um dort ewig nach ihrem Geldbeutel zu kramen. Und wenn sie dann bezahlt haben nehmen sie die auch nicht weg, sie verstauen in Ruhe wieder ihr Geld und ich kann nicht weitermachen, da ich schließlich zum kassieren auch Waren benötige...
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Donnerstag, 2. Dezember 2010

Das liebe Kleingeld...

Die Kleingeld-Problematik habe ich hier glaube ich schon oft genug erläutert. Alte Damen haben immer zuviel, meist zu den schlechtesten Zeitpunkten, die Kunden die es am eiligsten haben oder am ungeduldigsten sind brauchen am meisten Zeit um das Geld rauszukramen und Männer schenken sowas meistens gar keine Aufmerksamkeit und zahlen einfach mit Schein.
Dinge an die man sich gewöhnt. Woran ich mich aber nicht gewöhnen kann ist die folgende Erklärung, wenn jemand sich ganz besonders lange zeitlässt um sein Kleingeld
herauszuholen:
"Ist ja gerade kein Betrieb"
oder auch zu ersetzen mit:
"Ist ja grad keiner hinter mir"

Das ist zuallererst mal gar keine Erklärung dafür so langsam zu sein und die Leute vergessen gerne das die Kassiererin ja auch wartet. Da sitzt tatsächlich ein Mensch der den Kassenvorgang gerne beendet hätte um vielleicht mal einen Schluck zu trinken oder kurz aufzustehen wenn niemand da ist. Und dann werden mir diese Momente geraubt weil jemand meint er hätte dann besonders viel Zeit.
Und die Tatsache dass in genau diesem Moment nichts los ist verleitet die Leute auch ganz schnell dazu zu denken,das wäre den ganzen Tag so. Und ich würde einfach nur völlig entspannt an der Kasse sitzen und Däumchen drehen. Das kurz davor die Hölle los war oder in nur 10 Minuten eine lange Schlange an der Kasse sein könnte ist für diese Kunden nicht denkbar. Wenn man also eine Kassiererin alleine an der Kasse sitzen sieht- gönnt ihr den Moment. Sagt nichts wie "Damit sie sich nicht langweilen", denn das tut keiner. Länger als 5 Minuten saß ich fast noch nie untätig an der Kasse.
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Dienstag, 23. November 2010

Von allen Seiten...

Es gibt Momente an der Kasse da kann ich mir gut vorstellen Amok zu laufen. Wenn alles auf einmal passiert und so viele ungünstige Umstände aufeinandertreffen das auch ich mal die Nerven verliere.

Eine Kundin lässt ihre Packung Eier fallen. Ich bin die einzige Kasse. Ein Kollege in Pause, der andere beschäftigt und den will ich nicht nerven da der schnell fertig werden muss. Ich bin also sowieso schon hektisch und versuche so schnell wie möglich zu machen. Dazu noch freundlich bleiben und keine Fehler machen. Quasi das Tunnelblicksystem. Nicht mehr denken, nur noch Maschine sein. Und dann fallen die Eier.

"Oh äh. Das muss dann wohl einer aufwischen."

Ja. Das muss es wohl. Ich lasse die Eier erstmal liegen, kassiere die Kundin ab und hoffe das die Schlange schnell abnimmt damit ich in einem der kurzen ruhigen Momente die Sauereri beseitigen kann aber nix da. Es kommen immer mehr Kunden. Und die können sich dann die folgendene Kommentare nicht verkneifen:

"Hallo? Hallo!! Hier liegt was aufm Boden, das muss mal einer wegmachen".

"Da sind Eier runtergefallen".

(Äußerst Vorwurfsvoll) "Das müssen sie doch wegmachen, wenn da einer ausrutscht
und hinfällt, das ist doch gefährlich".


Ab da habe ich nichtmal mehr geantwortet. Denn sonst hätte ich gesagt das ich das ja gerne jetzt erledigen könnte und ob die Kunden denn alle so nett wären zu warten bis ich gewischt habe damit sich bloß keiner verletzt. Ich bin sicher es hätte keiner warten wollen. Aber über die Rutschgefahr wissen sie alle Bescheid. Und als ich es dann endlich geschafft habe einen Moment zu finden um sauber zu machen kommt natürlich noch einer und muss den raushauen:

"Und, machts Spaß? Können sie gerne auch mal bei mir Zuhause machen,da ists auch dreckig".

Amoklauf. Da kann mans doch ein bisschen verstehen. Hoffe ich.
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Donnerstag, 28. Oktober 2010

Zweimal oder Einmal oder Keinmal?

Wenn ich selbst an der Kasse sitze darf ich mich natürlich nicht über die Kunden ärgern - jedenfalls nicht offen. Innerlich koche ich schon mal gewaltig, aber bis ich tatsächlich mal was sage muss schon einiges passieren. Wenn ich selbst Kunde bin sieht das allerdings ganz anders aus. Gestern Abend bat mich ein Kollege etwas früher zu kommen weil er eher weg musste. In Eile bin ich also noch schnell in zivil an die Kasse einer Kollegin um etwas zu trinken zu kaufen- vor mir eine Kundin mit größerem Einkauf. Die Kollegin kassierte fertig und nannte der Kundin den Betrag, diese packte gerade ihre Sachen ein. Plötzlich hält die Kundin zwei Packungen Milch hoch und fragte:

"Zwei Milch?"

Die Kollegin kontrollierte auf dem Bildschirm die Anzahl der gescannten Packungen, die stimmte mit den zwei Packungen überein.

- Ja, ist doch richtig, ich habe nur zwei eingescannt.

"Aber warum zwei?"

- Na warum sie zwei Packungen kaufen weiß ich doch auch nicht!

Ich werde schon etwas ungeduldig. Wie kann man denn zwei einpacken wenn man nur eine braucht?

"Ich brauche aber nur eine."

Blick auf die Uhr. Zwei Minuten zu spät. Und die Kundin stierte immernoch verblüfft die zwei Milchtüten in ihren Händen an.
Meine Kollegin und ich tauschten Blicke aus während die Kundin unschlüssig rumstotterte.

"Also ich brauche nur eine."

Jeder andere hätte dann wohl entweder die eine zurück gegeben oder einfach beide genommen. Trinkt man halt mal etwas mehr Milch. Und als meine Kollegin ihr gerade die eine Packung stornieren wollte wurde es immer absurder, denn von der Seite mischte sich eine andere Kundin ein, die schon die ganze Zeit hinter der Kasse gestanden hatte, wieso auch immer.

"Ich brauche noch Milch. Ich kaufe die" sagte sie dann.

Meine Kollegin blieb völlig entspannt und traf die einzig richtige Schlussfolgerung:

- Dann geben sie der Kundin die 0,99 c und nehmen sie die Milch.

So wäre das Problem ja schnell gelöst gewesen. Doch die erste Kundin verstand den Vorgang nicht, musste sich das nochmal erklären lassen und fing dann endlich an ihren Geldbeutel hervorzuholen. Aber anstatt dann mal zügig zu bezahlen kramte sie noch ihr letztes Kleingeld raus bis sie endlich alles zusammen hatte.

Als Kassiererin darf ich nichts sagen. Aber als Kundin die dahinter in der Schlange steht rege ich mich ziemlich auf - aber sage auch nichts. Was soll man dazu denn schon sagen?
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Sonntag, 16. Mai 2010

Kleinigkeiten,die einen immer wieder ärgern (mal wieder)

Wir haben neben den Einkaufswägen noch kleine Körbe, die die Kunden zum einkaufen verwenden können. Eine wirklich tolle Sache, denn jetzt lassen die Kunden überall die Körbe liegen und man verbringt viel Zeit damit, die an den seltsamsten Stellen wieder einzusammeln. Durch besagte Körbe hat sich für mich eine neue "Kleinigkeit die mich furchtbar aufregt" ergeben- wenn Leute den Korb nicht selbst ausräumen. Sie stellen den Korb einfach aufs Band und warten. Und ich muss dass dann machen. Wenn es sich bei dem Kunden um eine ältere Person handelt die körperlich nicht mehr so fit ist, ist
das kein Problem. Aber von allen anderen fühle ich mich wirklich herablassend behandelt und habe nicht übel Lust, sie darauf hinzuweisen, dass ich als Kassiererin
angestellt bin, nicht als Korbausräumerin.
Außerdem dauert der Kassiervorgang dadurch viel viel länger, was dann die anderen Kunden widerrum dazu bringt ungeduldig und genervt zu sein. Hat also wirklich niemand was von.
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Montag, 10. Mai 2010

"Sammeln Sie die Märkchen?"

Es ist seltsam, dass viele Kunden meinen sich rechtfertigen zu müssen, wenn sie die Treuepunkte/Sammelmärkchen an der Kasse nicht annehmen wollen. Anstatt auf meine Frage einfach zu verneinen, bekomme ich meistens noch einen Grund zu hören der mich prinzipiell eigentlich gar nicht zu interessieren hat.

In den meisten Fällen dann:
"Ich habe genug [jeweiligen Artikel einsetzen] Zuhause"
"Ich verliere die sowieso immer"


oder sie fügen hinzu dass sie die Dinger ja sowieso nur
"für eine Freundin/Nachbarin/Tochter/Bekannte sammeln"

Als könne mir das nicht vollkommen egal sein.

Die Erklärung die mir eine Frau letzte Woche gab, war aber sogar für mich neu.
Denn auf meine Frage ob sie die Märkchen sammle antwortete sie:

"Dafür bin ich zu alt"

Mir rutschte dann ein "Für Handtücher [unsere aktuelle Aktion] ist man doch nie zu alt raus", bevor mir klar wurde dass das ein Fehler war. Es motivierte die alte Dame nur dazu mir zu erklären, dass sie so viele Handtücher angesammelt hat und ihre
Mutter hätte ihr welche vererbt und die Tochter hätte ihr welche geschenkt und sie werde die Dinger ja nie los und da bräuchte sie dann auch keine von unserer Sammelaktion. Aha. Auch das kann mir völlig egal sein. Trotzdem ist ein kleines Schwätzchen mit den Kunden ja immer nett und ich würde da auch niemanden abblocken- aber verstehen die Leute nicht dass ich einfach fragen muss, aber es für mich keinen Unterschied macht ob ich am Tag hunderte von den Teilen oder nur zehn verteile? Ich verteile ja nicht auf Provision. Dann hätte ich dir alten Dame die Handtücher schon schmackhaft gemacht ;)

Merke also: Ja oder Nein. Mehr hat die Kassiererin nicht zu wissen :)
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Samstag, 1. Mai 2010

Alle Kassierer sind doof!

Früher in der Schule hatte ich einen ganz besonders kompetenten Lehrer. Ein arroganter Schnösel, der es für seinen Lebensinhalt hielt, andere Leute zu belehren- aber auf eine abschätzige und hochnäsige Art und Weise mit der er uns immer sein Wissen und seine Unfehlbarkeit und unsere Dummheit aufzeigen wollte. Und bei einer falschen Antwort hatte dieser Lehrer die Angewohnheit, uns Schülern einen Rat zu geben:

"Wenn ihr das nicht wisst müsst ihr später bei Aldi/Lidl/Penny an der Kasse arbeiten."

Ergo: Alle Supermarktmitarbeiter und vor allem Kassierer sind doof.

Diese ganzen Vorurteile gegenüber Kassenkräften nerven mich sowieso. Dabei bin ich selbst nur Aushilfe. Aber viel zu viele Leute denken, dass der Job nur einfach ist und für Leute die nichts drauf haben und sonst nicht können. So jemanden möchte ich mal an der Kasse sehen. Ich bezweifle dass die nach dem ganzen Stress und Multitasking noch einmal so eine Aussage tätigen würden.

Nun aber, ein,zwei Jahre später sitze ich nun im Supermarkt in der Nähe der Schule an der Kasse. Und da betritt er den Laden. Er, der Schnösel-Lehrer. Er, dessen Schüler alles gelernt haben müssten, durch seinen Unterricht.
Und er kommt an meine Kasse.
Und mit einem süffisanten
Lächeln schaue ich ihn an:
"Guten Tag Herr S. "

Und er erkennt mich. Und er wundert sich. Vielleicht war der Unterricht ja doch nicht so gut. Denn mich hat er anscheinend nirgends anders hin als an die Kasse gebracht. Und das ist auch gut so- ansonsten wäre ich wohl auch so ein arroganter Schnösel.Oder noch viel schlimmer: eine Lehrerin!;)
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Donnerstag, 22. April 2010

Die großartigste Erfindung der Menschheit

Widmen wir uns heute der meiner Meinung nach großartigsten Erfindung seit der Glühbirne. Eine innovative, unvergleichbare, revolutionäre und weltverändernde Erfindung. Sie bereichert das Leben ungemein, ist eine Stütze und Hilfe im Alltag und erhellt jedes Gemüt.
Es ist doch klar wovon ich spreche?
-> Dem Warentrenner
(auch Warentrennstab, -trennholz, -teiler, -separator, Kassentrenner,
Kundentrenner, -trennstab, -trennholz etc)


Ach was ist er doch wundervoll.
Nur traurig, dass sonst niemand diese wahnsinnig tolle Erfindung zu schätzen weiß. Manch einer versucht den Warentrenner durch seine Hand zu ersetzen und hält diese schützend vor seine Waren. Dabei müsste er das doch gar nicht. Denn dafür ist der Warentrenner ja da. Oder ein anderer weigert sich einfach die Hilfe des Warentrenners
anzunehmen und erwartet von der Kassiererin, dass sie weiß wann der eine Einkauf beginnt und der andere aufhört.

Also bitte, ehrt den Warentrenner. Zeigt ihm den Respekt den er verdient. Er kann ein guter Freund sein. Er ist einem stets zu Diensten und wirklich immer da.

:)


Bildquelle
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Samstag, 10. April 2010

Kleinigkeiten,die einen immer wieder ärgern

Da ich im Moment mal wieder ein bissche Urlaub habe kann ich nicht viel Neues berichten, daher gibt es nun die "Kleinigkeiten die mich furchtbar aufregen" zum 7363538. Mal oder:

Wie man sich an einer Kasse am besten nicht verhält.

Kassierer mögen es nicht wenn:

- Scheine total geknickt oder einfach zusammengedrückt sind

- Wenn sie einem lieblos hingeworfen werden

- Wenn sie aufs Band gelegt werden oder

- Direkt auf die Ware

- Wenn am Kleingeld das vorher aus der Hosentasche gekramt wurde Fussel oder ähnliches kleben

- Wenn das ganze Kleingeld vorher in der Hand schön warmgehalten wurde und jetzt ganz besonders angenehm an der Hand klebt


Ganz besonders das hinwerfen des Geldes macht mich wahnsinnig. Ich fühle mich dann wie eine Stripperin an der Stange die sich nach dem Geld das ihr zugeworfen wurde bückt- na gut das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber erstens halte ich den Kunden meist freundlich meine Hand entgegen und zweitens haben wir vor der Kasse eine kleine Ablage auf die man das Geld bequem legen kann. Wieso also wird es hingeschmissen, so dass ich mich verrenken muss um überhaupt dranzukommen?
Wieso, wieso, wieso???
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Samstag, 3. April 2010

Ein kleines Rätsel

Heute mal ein kleines Rätsel:

Sie gehen in einen Supermarkt. Sie suchen zusammen was sie brauchen und gehen an eine Kasse. Dort sitzt eine junge Frau, sie trägt den Kittel des Betriebs und an der Kasse befindet sich kein "Geschlossen" Schild.
Was macht diese Frau also dort?

Ich weiß es natürlich. Die Menschen offensichtlich nicht. Denn dann kommt eine Kundin und fragt doch tatsächlich:
"Kassieren Sie?"

-Nein, ich halte den Stuhl für eine Kollegin warm.
-Nein, ich trage die Uniform nur so gerne in meiner Freizeit.
-Nein, ich wollte einfach nur mal gucken wie es sich anfühlt
hinter einer Kasse zu sitzen.
-Nein, ich sitze hier nur um Kunden zu ärgern die davon ausgehen,
das die Kasse tatsächlich geöffnet ist.

Und die Frage hört man als Kassiererin immer und immer wieder in verschiedenen Ausführungen:

"Sind sie offen?"
- Ich nicht,die Kasse schon.

"Ist die Kasse offen?"
- Steht doch nirgendwo geschlossen.
- Wieso säße ich sonst hier rum?

Man kann doch wohl annehmen, dass ich nicht ohne Grund oder aus purer Langeweile dort sitze. Oder bin ich die einzige die das für völlig offensichtlich hält?
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Dienstag, 30. März 2010

Kleinigkeiten,die einen immer wieder ärgern

Hat noch jemand Lust auf "Kleinigkeiten die mich furchtbar aufregen"?

Vielen Kunden gehen, bevor sie im Laden einkaufen, zur Bäckerfiliale im Haus. Das diese beiden Betriebe aber nicht zusammen gehören müsste doch allen klar sein.
Trotzdem kommen immer wieder Kunden an die Kasse und informieren mich, dass sie die Brötchen bereits bezahlt haben. Na wie sollte ich die auch über die Kasse ziehen?
Oder sie legen sie einfach mit aufs Band (das kann ich ja leiden...) und fragen dann besorgt "Aber sie haben das Brot jetzt doch nicht berechnet, das haben wir schon bezahlt".
Ach? Wirklich?
Natürlich ist mir das bewusst, ich könnte die noch nichtmal kassieren wenn ich wollte und beide Filialen haben nichts, aber auch gar nichts, miteinander zu tun.
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Donnerstag, 25. März 2010

Kleinigkeiten,die einen immer wieder ärgern Part 3

Mit den "Kleinigkeiten die mich furchtbar aufregen" könnte ich eigentlich ewig weitermachen.
Dazu gehört, dass einige Kunden ihre Waren mal eben an meiner Kasse ablegen und dann nochmal in den Laden rennen. Wenn aber mehrere Kunden dastehen sehe ich ja nicht zu wem was gehört und kassiere natürlich. So wie heute. Dem Mann der an der Kasse stand gehörten aber nur die Sachen dahinter und ich musste also warten. Dann kam in völliger Gelassenheit eine Frau mittleren Alters an die Kasse, suchte ihre Ware und sagte dann vorwurfsvoll :

"Haben sie etwa schon kassiert?"

Na was soll ich denn sonst mit den Sachen auf meinem Kassenband machen, sie essen??? Ich war echt perplex über die Dreistheit mit der sie mir das sagte. Aber ich bin natürlich schuld, hätte ich ja wissen müssen und schließlich gibt es ja auch keinen besseren Ablageplatz als das Band der einzig offenen Kasse.
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