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Montag, 12. August 2013

Manieren vergessen

Als ich heute eine Kundin abkassierte bemerkte diese, dass der Kunde vor ihr eine Packung Kekse vergessen hatte. Netterweise rief sie ihm schnell hinterher und er kam zurück.
Spaßeshalber sagte die Kundin:

"Tut mir Leid, wir haben schon alle aufgegessen"

Daraufhin sieht er sie etwas herablassend an.

"Ja das sieht man!"


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Freitag, 2. August 2013

Kasse?

Ich gebe zu, nach vielen Jahren im Einzelhandel bin ich manchmal eine Zicke. Natürlich zicke ich keine Kunden an, aber ich ärgere mich über Kleinigkeiten etwas mehr als es vielleicht meine Kollegen tun.

Letzte Woche stellte sich ein Mann bei meiner Kollegin hinter einem anderen Kunden an der Kasse an. Ich saß an der Kasse gegenüber und hatte zur Zeit keinen Kunden, das hatte der Mann aber nicht gesehen. Als er mich dann entdeckte kam er auf mich zu und hielt mir seinen Artikel, ein Brot, entgegen. So etwas ärgert mich schon. Also tat ich so als würde ich ihn nicht verstehen, lächelte freundlich und fragte wie ich ihm helfen könnte. Seine Reaktion war aber nicht zufriedenstellender:

"Hier? Kasse?"

-"Wie bitte?"

"Schon gut. Dann halt nicht."

Und daraufhin stellte er sich wieder bei der Kollegin an. Aber mal ehrlich, ist es denn zu viel verlangt dass sich jemand mir gegenüber in ganzen Sätzen ausdrückt und nicht wie ein Roboter? Da wäre mir ja sogar lieber gewesen wenn er die üblichen Sprüche abgelassen hätte, so wie "Sind Sie offen?" oder "Ich bringe Ihnen ein bisschen Arbeit, damit Sie sich nicht langweilen!". Das wäre immer noch besser als diese abgehakten, knappen Anweisungen.
Er hätte sein Brot auch einfach aufs Band legen könnte. Dann hätte ich ihn abkassiert und mich still und leise über sein Verhalten geärgert...aber so konnte ich mich einfach nicht zusammenreißen.

Anmerkung:

Durch diesen Eintrag ist eine Diskussion ausgelöst worden, mit der ich wirklich nicht gerechnet habe. Ich möchte an dieser Stelle zuerst einmal etwas klarstellen: ich war nicht unfreundlich zu diesem Kunden. Ich habe mich lediglich etwas dumm gestellt, dabei war ich aber weiterhin freundlich. Was mich an solchen Kunden so stört ist die Tatsache, dass mir als Mensch absolut kein Respekt entgegen gebracht wird und dass es für den Kunden wirklich zuviel verlangt ist auch nur einen kompletten Satz zu formulieren. Und das finde ich respektlos. Niemand möchte dass so mit einem umgegangen wird. In einem Kommentar wurde angemerkt, dass der Mann vielleicht einen schlechten Tag o. ä. hatte - aber ist das denn ein Grund? Ich habe auch mal schlechte Laune, aber dann behandle ich weder die Kunden schlecht noch eine andere Kassiererin oder Servicekraft wenn ich selbst einkaufe. Genauso unangebracht finde ich Kommentare die mir raten "einen anderen Job zu suchen". Bloß weil ich einen Kunden hatte über den ich mich geärgert habe muss ich kündigen? Gibt es jemanden der sich in seinem Job noch nie geärgert hat? Der noch nie einen schlechten Tag hatte? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Ich hoffe, dass zukünftige Einträge nicht mehr solche "Streits" herbeiführen, eine sachliche Diskussion in den Kommentaren freut mich, aber bitte bleibt untereinander respektvoll und fair!

Übrigens: Hätte er "Kasse?! Hier?" freundlich gesagt oder mit Dialekt, dann wäre mir klar gewesen dass er sich nicht besser ausdrücken kann und es nicht böse meint und ich hätte meine Arbeit ganz normal erledigt. Genauso hätte ich sein Brot abkassiert wenn er es einfach aufs Band gelegt hätte anstatt es nur hoch zu halten. Ich finde es nicht zuviel verlangt, dass mich jemand als Mensch behandelt und auch so mit mir agiert.

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Dienstag, 30. Juli 2013

Deo

Eine meiner Kolleginnen hatte letztens eine besonders unangenehme Kundin. Diese war auf der Suche nach einem bestimmten Deo dass sie immer benutzt und dass sie schon immer bei uns gekauft hat. Die Kollegin begleitete sie also zum Regal mit den Drogerie-Artikeln, währenddessen motze die Kundin über unseren unübersichtlichen Laden, man "würde ja gar nichts finden und ständig würde alles umgeräumt werden". Allerdings war die Drogerie-Abteilung schon immer an der selben Stelle, selbst vor dem Umbau vor einigen Jahren, daraf wies meine Kollegin sie natürlich hin. Als dann das gewünschte Deo tatsächlich nicht da war motze sie weiter, warf meiner Kollegin vor "dass sie sowieso keine Ahnung hätte" und sie solle doch mal "einen Hannes holen der was zu sagen hat". Das tat sie dann auch, aber auch der zu diesem Zeitpunkt verantwortliche Kollege konnte der Kundin nicht mehr sagen als die Kollegin. Daraufhin rastete die Kundin völlig aus, beschimpfte den Kollegen und den Laden, woanders würde sie das Deo immer bekommen und unser Chef "säße ja sowieso immer nur im Büro faul auf seinem Ar***!" Anstelle meiner Kollegen hätte ich mir das wahrscheinlich nicht alles gefallen lassen. Und ich hätte die Kundin daraufhin hingewiesen dass sie doch bitte einfach woanders hingehen soll, wenn es doch überall sonst das geliebte Deo gibt... bei uns war es nämlich noch nie im Sortiment gelistet!


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Mittwoch, 5. Juni 2013

Meine Putze

"Sammeln Sie Treuepunkte oder Aufkleber?"

- "Joa geben Sie mal her, ich glaub meine Putze sammelt die."

Hätte man wohl schöner sagen können. Da sind mir die sammelnden Nichten, Neffen, Enkel und Nachbarn doch lieber. Immerhin hat der Mann für stolze 160 Euro eingekauft, da bleibt für "die Putze" ordentlich was an Aufklebern und Stickern hängen...


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Mittwoch, 22. Mai 2013

Mittagspause

An einem stressigen Samstag kam ich endlich dazu meine wohlverdiente Pause zu machen. Um die wertvollen Minuten nicht zu verschwenden eilte ich mit einer Kleinigkeit zu Essen an die Kasse einer Kollegin. Meinen Kittel behielt ich an, ich bleibe zur Pause sowieso meistens drinnen. Der Kunde der sich hinter mir anstellte schaute mich etwas herablassend an und sagte mit Blick auf meine Kollegin:

"Sollten Sie nicht auf der anderen Seite sein?"

Irritiert schaute ich zu meiner Kollegin.

- "Aber da wäre ja kein Platz, da sitzt ja schon meine Kollegin."

"Aber Sie müssen doch beide auf diese Seite."

- "Ich habe jetzt aber meine Mittagspause."

Verächtlich schaute er auf meinen kleinen Einkauf, einen Apfel und ein Schokoriegel.

"Das ist aber ein seltsames Mittagessen!"

- "Für mich ist das genug."

Die Kollegin war nun endlich fertig mit dem abkassieren meiner Sachen und unter dem pikierten Blick des Mannes ging ich Richtung Pausenraum. Kann mir irgendjemand erklären was der für ein Problem hatte?



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Mittwoch, 5. Dezember 2012

Zählmaschine

Mitten im Nachmittagsstress des Samstagvormittags kommt eine Gruppe von 12-14-jährigen an meine Kasse. Natürlich sind sie unzertrennlich beste Freundinnen und können es nicht lange ohne einander aushalten, nicht mal für die Dauer eines Einkaufs. Von den bestimmt 5 jungen Mädchen kaufen also letztlich nur zwei etwas. Nachdem ich eine der beiden abkassiert habe scanne ich den Einkauf der anderen und nenne ihr den Betrag von ungefähr 80 Cent, sie hatte nur eine Flasche Eistee oder dergleichen gekauft. Wie üblich halte ich meine Hand auf um das von ihr hervorgekramte Geld entgegen zu nehmen, doch anstatt den kleinen Betrag abzuzählen schmeißt die junge Dame mir eine Handvoll Kleingeld in die Hand, guckt mich an und sagt:

"Können Sie selbst zählen."

Ich wurde sofort sauer. Ich mache das für jede alte Dame mit Sehschwäche, für jeden älteren Herren mit zitternden Händen und auch für die Mutter die ihre zwei Kinder auf dem Arm balanciert und mir dankbar ihre Geldbörse hinhält. Aber nicht so.

Trotzdem nehme ich ihr Kleingeld an mich, zähle mir die 80 Cent zurecht und schmeisse ihr Restgeld in kindlicher Wut und dem Wunsch nach Rache auf die Kassenablage. Und kassiere sofort den nächsten Kunden weiter.

Vom Eingang aus plärren ihre Freundinnen, wollen wissen wo sie bleibt.

"Ja Mann was soll ich machen, wenn die das Geld hier so hinschmeisst."

- "Wenn ich das Geld selbst zählen kann, kannst du es ja wenigstens selbst aufsammeln" schnauze ich zurück.

Verachtend guckt sie mich an und geht, nachdem sie mit ihren langen Gelnägeln das Geld von der Ablage aufgekratzt hat.

Zugegeben, das war nicht mein bester Moment. Man hätte das sicher auch anders regeln können. Aber ich hätte mich wahrscheinlich noch mehr geärgert, wenn ich einfach gar nichts gesagt hätte...
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Montag, 3. Dezember 2012

Herzlos

Am Samstagnachmittag habe ich ein Ehepaar im Alter von ungefähr 40 Jahren abkassiert. Es war ein kleiner Einkauf, der Rest wurde wahrscheinlich schon beim Discounter um die Ecke gekauft und die Waren die dort im Sortiment fehlen gibt es dann bei uns. Der Einkauf hatte insgesamt nur einen Wert von 7-8 Euro und wie es meine Vorschriften besagen gab es dafür von mir natürlich keinen der neuen Sammelaufkleber. Das schien den beiden aber nicht klar zu sein, denn natürlich stellen sie mir die obligatorische Frage:

"Bekommen wir noch die Sammelaufkleber?"

- "Tut mir Leid, die darf ich Ihnen erst ab einem Einkaufswert von 10 Euro geben".

Augenblicklich schlägt die Stimmung um. Die beiden werden sauer.

"Ach kommen Sie, seien Sie nicht so herzlos."

- "Ich muss mich leider an die Vorschriften halten."

Beleidigt gingen die beiden Richtung Ausgang. Dabei hörte ich wie die Frau im gehen vor sich hin murmelte: "In der Filiale XY bekommt man immer welche."

Die Aufforderung dass sie dann doch einfach in der Filiale XY einkaufen solle konnte ich mir dann gerade noch verkneifen - so herzlos bin ich dann auch wieder nicht...
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Dienstag, 30. Oktober 2012

Auspacker

Bei der Kassentrance am Samstagmittag setzt zugegebenermaßen ab und zu mal ein bisschen das Gehirn aus. An diesem Samstag hörte ich plötzlich hinter mir ein "Entschuldigung?!". Ich mag es sowieso nicht wenn mir jemand im Rücken steht und es lenkt furchtbar ab. Hinter mir stand dann eine Mitarbeiterin aus unserem Auspackteam und schaute mich erwartungsvoll an. "Das habe ich im Regal gefunden" sagte sie fast vorwurfsvoll und hielt mir ein Netz Clementinen hin. Irritiert nahm ich das Obst an mich. Und genau da war der Aussetzer - was soll ich denn da bitte mit diesen Clementinen? Gefesselt an die Kasse? Und eigentlich ist es genau die Aufgabe der Auspacker sich um solche Dinge zu kümmern. War es also zu viel verlangt kurz in die Obstabteilung zu gehen um sie dort wieder zurück zu legen? Manchmal bin ich wirklich überrascht und verwirrt...
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Dienstag, 2. Oktober 2012

Die unendliche Geschichte... Treuepunkte

Ein Thema das hier unumgänglich wieder aufkommt sind die allseits bekannten Treuepunkte. Ich jedenfalls freue mich immer sehr, wenn diese Aktionen wieder vorbei sind und man Ruhe hat – auch wenn die Abstände zwischen den Aktionen immer kürzer werden. Beim Ende der aktuellen Aktion gab es nur einen Haken: die Sammelaufkleber mit Tiermotiv. Oder irgendeinem Motiv das Kinder ansprechen soll. Ich weiß nicht mal genau welches es diesmal war. Und die müssen auch nach Ablauf der Treuepunkt-Aktion verteilt werden. Also zu früh gefreut. Diese Sammelaufkleber sind sogar noch beliebter als die Treuepunkte, daher bekommt man einen davon auch erst ab 10 Euro Einkaufswert. Und irgendwie hat jeder einen Enkel, Tochter, Sohn der Nachbarin, Neffen, Nichte für den er diese sammelt.
Vor kurzem stand dann ein ganz besonderes Exemplar dieser Sammler an meiner Kasse.
Er kaufte für ca. 12 Euro bei mir ein – und bekam demnach einen dieser wunderbaren Sticker (bzw. Stickerpäckchen, in einem sind 5 Stück drinnen). Damit war er aber nicht einverstanden:

„Ich bekomme diesmal zwei!“

Das sagte er sehr überzeugt und zeigte mir einen Einkaufszettel aus unserem Getränkemarkt im Wert von ca. 4 Euro.

„Ich habe auch im Getränkemarkt eingekauft“

-„Es tut mir Leid aber so funktioniert das System nicht, ich kann Ihnen dafür keinen weiteren geben.“

„Doch natürlich, ich habe dort ja auch eingekauft.“

-„Leider geht das wirklich nicht, für den einmaligen Einkauf bekommt man je 10 Euro einen Sticker. Außerdem hätten Sie auch mit Getränkemarkt nur eine Summe von 16 Euro und damit auch keinen zweiten Aufkleber“

„Aber ich habe auch gestern schon bei einer Kollegin für 16 eingekauft und die hat mir nur einen gegeben“

-„Damit hat die Kollegin auch alles richtig gemacht, denn Sie bekommen je 10 Euro Einkaufswert einen Aufkleber, das macht bei Ihrem Einkauf für 16 Euro einen Aufkleber.

Der Herr wurde langsam wirklich sauer. Und ich auch, sein unfreundlicher Ton wurde unverschämt und da er während des Gesprächs sein Geld in der Hand behielt und seinen Einkauf nicht bezahlte sammelte sich langsam eine lange Schlange.

„Ich verstehe das schon. Aber sie verstehen nicht!“

Er schrie nun fast.

-„Ich verstehe das System sehr gut. Je 10 Euro Einkauf bekommen Sie einmalig einen Aufkleber. Sie können nicht Kassenzettel sammeln und sich am Ende die Aufkleber dieser Summe geben lassen, so läuft das nicht. Es gilt einmalig für diesen Einkauf.“

„Aber Ihre Kollegin hat gesagt ich bekomme die Aufkleber.“

Das ist wirklich immer dieselbe Leier. Wenn der Kunde bei Mitarbeiter A nicht bekommt was er will behauptet er eben das Mitarbeiter B das aber zugesagt hat oder dass Mitarbeiter C auch mal eine Ausnahme gemacht hat.

-„Dann müssen Sie zu dieser Kollegin gehen aber ich bin nicht befugt Ihnen mehr Aufkleber zu geben, Sie können sich gerne an den Marktleiter wenden.“

„Das ist wirklich eine Frechheit hier. Dann kaufe ich eben woanders ein.“


(Das hörte ich auch nicht zum ersten Mal, kann man in diesem Post nachlesen.)

In der Zwischenzeit hatte er übrigens endlich sein Geld rausgerückt und da der „kaufe ich eben woanders“-Spruch normalerweise das finale Totschlagargument ist (und ich keine Lust mehr hatte mit ihm zu diskutieren) und der wütende Kunde dann normalerweise den Laden verlässt kassierte ich weiter. Aber das machte ihn nur noch agressiver.

„Sie verstehen das einfach nicht! Ihr seid doch alle Idioten hier!“

Mit diesen charmanten Abschlussworten verließ er den Laden. Von meinem Chef habe ich zu dieser Angelegenheit nie was gehört, wahrscheinlich hat der Kerl sich nie beschwert. Vielleicht kam er auch nie wieder und kauft ab jetzt woanders sein. Muss ich mich schlecht fühlen weil ich dem Konzern einen Kunden „verloren“ habe? Nein! Hätte ich ihm den verdammten Aufkleber geben können? Ja! Aber ich bin ehrlich: wenn mich jemand so behandelt bekommt er den Aufkleber erst recht nicht. Bei netten Kunden und Kindern mit großen Augen die sehnsüchtig die Aufkleber anschmachten mache ich gerne mal eine Ausnahme – obwohl es wirklich nicht erlaubt ist. Aber für so einen unfreundlichen Typen gefährde ich nicht meinen Job. Und ist es nicht total peinlich dass ein erwachsener Mann so ein Aufsehen um ein paar Sammelbilder macht?
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Dienstag, 24. Juli 2012

Blinde Kundin wird Supermarkt verwiesen

In einem Supermarkt in Rheinland-Pfalz wurde letzten Samstag eine blinde Kundin rausgeworfen, weil sie ihren Blindenhund mit in den Laden genommen hat. Kann man hier nachlesen.

Das halte ich für eine absolute Frechheit. Natürlich sind Hunde grundsätzlich nicht erlaubt, aber wenn es sich um einen Blindenhund handelt macht, wie in dem Artikel erwähnt, auch der Gesetzgeber eine Ausnahme.

Es folgte eine Entschuldigung der Filialleitung (hier nachzulesen), aber das hätte meiner Meinung nach gar nicht erst passieren dürfen.

In "meinem" Supermarkt haben wir zwei blinde Stammkundinnen von denen eine regelmäßig mit ihrem Hund den Laden betritt. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen sie aufgrund dessen dem Laden zu verweisen. Zudem sind die Hunde ja darauf trainiert die blinde Person zu führen und sich nicht von äußeren Reizen ablenken zu lassen. Bei der mir bekannten Kundin bzw. ihrem Hund gab es da auch nie Probleme. Gesetze hin oder her, menschlich finde ich das Verhalten wirklich unmöglich!




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Montag, 2. Juli 2012

Clerasil

Mal wieder was von den lieben Kollegen.

Seit Kurzem haben wir einen neuen stellvertretenden Marktleiter in der Filiale. Viele hatten die Sorge dass er, im Gegensatz zu dem eher lockeren Marktleiter, sehr streng oder einfach unsympathisch sein würde. Das Gegenteil war der Fall, eigentlich muss man sagen: er ist fast zu locker. Es gibt kaum etwas das ihn nicht zu einem Spruch provoziert, nichts was er unkommentiert lässt. Die meisten verstehen sich trotzdem gut mit ihm und ich konnte mit seiner Art bisher auch gut umgehen, bis ich folgende Geschichte von einer Kollegin hörte:

Diese Kollegin hatte eines Tages einen etwas auffälligen Pickel am Kinn, der auch als sie an der Kasse saß gut sichtbar war. Macht aber ja nichts, es schränkt sie ja in der Arbeit nicht ein. Der stellvertrende Marktleiter ließ aber die Gelegenheit nicht aus, sie vor den Kunden und Kollegen bloßzustellen und rief ihr gut hörbar zu: „Da hinten im Gang haben wir Clerasil!“

Fand ich persönlich unter der Gürtellinie und nicht in Ordnung. Aber mit solchen Kollegen muss man, wie auch mit Kunden, einfach umgehen können. Oder man muss lernen damit umgehen zu können.

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Montag, 25. Juni 2012

Prost!

Eine gute Freundin von mir ist auch Kassiererin, sie arbeitet sogar für dieselbe Kette wie ich, nur eben in einem anderen Stadtteil. Da lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass wir uns ab und an mal austauschen und unsere Kassengeschichten erzählen.

Diese Freundin hat eine etwas rauhe, kratzige Stimme, die ich aber für sehr charmant halte. Ein Kunde an ihrer Kasse vermutete aber mehr dahinter und fragte sie, ob sie erkältet sei.

Als sie verneinte guckte er zweifelnd und antwortete "na klar, das kommt bestimmt vom vielen-" und machte diese übliche Bewegung die eine Flasche am Mund darstellen soll.

Na wenn das mal nicht unverschämt ist. Sowas sollte man jemand Fremdes nicht unbedingt unterstellen. Und ich kann hiermit offiziell klarstellen, dass sie kein Alkoholproblem hat ;)

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Sonntag, 17. Juni 2012

Für mich soll's rote Rosen regnen

Am gestrigen Abend kamen wieder die üblichen Halbstarken an meine Kasse. Wie üblich kauften sie Bier und Zigaretten und alberten herum. Ungewöhnlich war aber, dass einer von ihnen einen Strauß Rosen kaufte. Also fragte ich ihn scherzhaft:

"Sind die für mich?"

- "Nee, für deine Mudda"

Mit dieser Antwort hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Dementsprechend perplex und sprachlos war ich auch. Also warf ich ihm nur den bösen Blick zu und habe es dabei belassen. Aber eigentlich war ich ja auch selbst schuld. Ich wollte ja unbedingt mit den halbstarken Idioten Konversation führen...

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Samstag, 2. Juni 2012

Fahrradtour

Die Posts über Kinder vermehren sich irgendwie..

Gestern habe ich meinen Augen nicht getraut als ich sah, wie ein Junge auf seinem Fahrrad in den Laden fuhr, gefolgt von einem Freund, ebenfalls auf seinem Fahrrad. Ich war wirklich perplex und rief den beiden nur empört zu, dass sie sofort mit den Fahrrädern aus dem Laden sollten. Das fanden sie aber nur witzig und ärgerlicherweise hat es sie nur dazu animiert, mich noch mehr zu provozieren. Als ich mich das nächste mal umdrehte (ich saß mit dem Rücken zum Eingang) sah ich wie der eine mit seinem Fahrrad durch die Obst- und Gemüseabteilung fuhr. Da ist mir aber beinah der Kragen geplatzt. Mein "sofort raus mit deinem Fahrrad" machte aber auch keinen Eindruck. Fanden sie immernoch lustig. Es haben sich dann zwei Jugendliche erbarmt die sich wie Türsteher vor die Tür stellten, so dass die beiden einfach nicht mehr reinkamen und irgendwann aufgegeben haben. Aber solche Dreistheit habe ich selten erlebt. Selbst eine Kunden sprach mich kurze Zeit später darauf an und bemerkte, dass die Kinder heutzutage immer unverschämter werden. Da hatte sie leider recht...

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Donnerstag, 11. März 2010

Die blöde Kuh von Kasse drei

Ist ja wieder typisch- da hat man mal ein erfreuliches und positives Erlebnis mit einem Kunden und dann kommt einer und ruiniert wieder alles.

Das war in diesem Fall ein alter Mann der an meine Kasse kam und äußerst langsam seine Sachen aufs Band lud. Es ist aber für mich nicht neu das vor allem ältere Menschen länger brauchen und ich bin da prinzipiell sehr geduldig.Als dieser Mann an meine Kasse kam hatte ich zuvor einen anderen Kunden kassiert und dessen Waren in das vordere Fach direkt am Kassendurchgang geschoben. Wir haben an unseren Kassen zwei dieser Fächer, ähnlich wie bei dm beispielsweise. Das eine ist also direkt am Durchgang und man kann die Sachen direkt einräumen, für das andere muss man sich entweder extrem verrenken oder einfach warten und dann um die Ecke gehen und dort einpacken. Was ich nicht verstehe ist, dass fast alle Leute und vor allem Ältere, ihre Sachen immer ins vordere Fach geräumt haben wollen, damit sie direkt und hektisch einpacken können- und dann beschuldigen sie mich immer zu schnell sein, wieso also nicht einfach die Sachen ins Fach daneben tun und später mit aller Zeit der Welt in Ruhe seine Sachen wegräumen? Aber sei's drum, nicht mein Problem!
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Montag, 1. März 2010

Man kann nicht jeden mögen...

Zwischen all meinen Lieblingskunden, Stammkunden und solchen, die einem kaum im Gedächtnis bleiben gibt es auch welche, bei denen ich schon seufzen muss, wenn ich sie nur von Weitem sehe. Ungeliebte Kunden, immer wieder unfreundliche Kunden.

So wie auch eine kleine russische Familie, die eigentlich jeden Tag mit ihrer unangenehmen Art den Laden besuchen.

Sie, etwa 35-40, etwas dicker und ihr Mann,sehr dürr, reden konsequent auf russisch, ebenso ihre kleine unsympathische Tochter. Obwohl ich Ihn bisher eigentlich nur selten hab sprechen hören, Sie hat eindeutig die Hosen an. Und da Sie so beschäftigt damit ist ihren Mann anzublaffen, findet sie auch nicht die Zeit kurz auf mein "Guten Tag" zur Begrüßung zu antworten. So weit, so gut.
Letzte Woche hatte ich mal wieder die Ehre die Familie an meiner Kasse begrüßen zu dürfen. Meist bringe ich dann alles schnell hinter mich,damit ich die drei so schnell wie möglich wieder los bin.
So auch an diesem Tag. Und als ich danach längst beim nächsten Kunden war, blaffte die Mutter mich an:

"Ich will Punkte!!"

Na wer würde auf eine so freundliche Bitte nicht sofort eingehen?
Mit den allseits beliebten Sammelmärken oder auch Treuepunkten verhält es sich so: Pro 5 Euro Einkauf gibt es ein solches Märkchen. Und hier war der Moment meiner kleinen persönlichen Rache gekommen- denn witzigerweise war der Einkaufswert der Familie genau 14,99. Auch auf dem Kasselzettel steht dann geschrieben: "Sie bekommen 2 Treuepunkt(e)". In der Regel gebe ich den netten Kunden dann natürlich ein weiteres Märkchen- diesmal nicht. Mit einem süffisanten Lächeln überreiche ich der blöden Kundin zwei Märkchen.
Sie guckt irritiert. Ich stelle mich schon auf eine Diskussion ein. Gesagt hat sie aber nichts. Sich nur aufgeregt mit ihrem Mann unterhalten. Natürlich auf russisch. Jetzt muss ich nur noch lernen was "blöde Kuh" auf russisch heißt. Vielleicht können wir uns dann ja nächstes mal sogar ein bisschen unterhalten. Dabei würde mir ein "Guten Tag" eigentlich schon völlig reichen..
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Samstag, 19. Dezember 2009

"dann geh ich eben woanders hin.."

Darüber, dass man als Kassierer an absolut allem Schuld und für alles verantwortlich ist könnte ich mich ewig aufregen- aber man gewöhnt sich ja schließlich an alles. Trotzdem nervt es jedesmal wieder. Vor allem weil die Kunden einem einfach überhaupt keine Chance geben. Sie wollen sich eigentlich nur aufregen. So eine Kundin kam auch letzte Woche wieder an meine Kasse. Sofort legte sie los, ohne Begrüßung, ohne irgendwelche Nettigkeiten.
"Sie haben jetzt schon seit drei Wochen kein xyz mehr da"
- Entschuldigung, was suchen sie? Ich habs nicht verstanden.
Ja diese NUK Sachen für Babys, die Flaschen und so
Ok. Das tut mir leid. Vielleicht ist es vorrübergehend ausverkauft.
Nein, ist es nicht, da ist seit Wochen nix mehr da und es verschwinden ständig sachen aus dem Sortiment unddasisteineunverschämtheitundtotalunmöglich
- Das tut mir leid aber-
Ja wenn das so weiter geht kauf ich eben woanders ein
Ich versuche ihr zu erklären das ich nichts über Bestellungen und Bestände weiß und sie bitte beim Marktleiter nachfragen soll. Hilft aber nichts. Und bein Chef fragte sie natürlich auch nicht. Am liebsten hätt ich die Sachen persönlich abbestellt.
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