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Dienstag, 30. Juli 2013

Deo

Eine meiner Kolleginnen hatte letztens eine besonders unangenehme Kundin. Diese war auf der Suche nach einem bestimmten Deo dass sie immer benutzt und dass sie schon immer bei uns gekauft hat. Die Kollegin begleitete sie also zum Regal mit den Drogerie-Artikeln, währenddessen motze die Kundin über unseren unübersichtlichen Laden, man "würde ja gar nichts finden und ständig würde alles umgeräumt werden". Allerdings war die Drogerie-Abteilung schon immer an der selben Stelle, selbst vor dem Umbau vor einigen Jahren, daraf wies meine Kollegin sie natürlich hin. Als dann das gewünschte Deo tatsächlich nicht da war motze sie weiter, warf meiner Kollegin vor "dass sie sowieso keine Ahnung hätte" und sie solle doch mal "einen Hannes holen der was zu sagen hat". Das tat sie dann auch, aber auch der zu diesem Zeitpunkt verantwortliche Kollege konnte der Kundin nicht mehr sagen als die Kollegin. Daraufhin rastete die Kundin völlig aus, beschimpfte den Kollegen und den Laden, woanders würde sie das Deo immer bekommen und unser Chef "säße ja sowieso immer nur im Büro faul auf seinem Ar***!" Anstelle meiner Kollegen hätte ich mir das wahrscheinlich nicht alles gefallen lassen. Und ich hätte die Kundin daraufhin hingewiesen dass sie doch bitte einfach woanders hingehen soll, wenn es doch überall sonst das geliebte Deo gibt... bei uns war es nämlich noch nie im Sortiment gelistet!


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Sonntag, 23. Dezember 2012

Millionenpfand

Hach ja, die lieben Kollegen. Auch wenn ich manche Geschehnisse nicht vor Ort mitbekomme wird mir doch einiges erzählt. Gestern berichtete mir dann ein Kollege von einem Erlebnis mit einer neuen Aushilfe. Der arbeitet seit ungefähr zwei Monaten bei uns und wird hauptsächlich im Getränkeshop eingesetzt. Nach Ende seiner Schicht hat er dann, wie man das eben so macht, seine Kasse abgerechnet.
Bei dieser Abrechnung wird dann auch immer ein Beleg über die angenommenen Pfandflaschen eingereicht. Dieser zeigt, wie viel Pfand während seiner Schicht verbucht wurde.
Der Kollege hat aber anstatt den Tagesbon auszudrucken einen Bon über eine wesentlich größere Summe gedruckt. Wir vermuten, dass es der Abschluss für das ganze Jahr war. Jedenfalls hatte er darauf eine angenommene Menge von ca. 12 Millionen Pfandflaschen. Da wurde selbst er stutzig.

"Also ich glaub nicht dass ich heute so viel angenommen habe. Obwohl... könnte eigentlich sein, heute war schon viel los."


Manchmal geht die tatsächliche Arbeitsleistung doch mit der eigenen Einschätzung auseinander ;)
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Dienstag, 4. Dezember 2012

Beschwerde

Wie geht man damit um, wenn sich ein Kunde über den eigenen Chef beschwert? Unser neuer stellvertretender Marktleiter scheidet die Geister. Die einen verstehen sich blendend mit ihm, die anderen möchten ihn am liebsten sofort wieder loswerden. Auch ich habe meine Schwierigkeiten mit ihm, obwohl ich glücklicherweise zu denen gehöre, die er zu mögen scheint. Aber die Art, wie er mit anderen Kollegen umspringt und wie er sich den Kunden gegenüber verhält geht auch mir gegen den Strich. Von dem Verhalten einer Kollegin gegenüber habe ich hier schon mal berichtet. Diese Verhaltensweise scheint auch langsam den Kunden aufzufallen. Denn am Samstag sprach mich eine Kundin auf ihn an. Sie ist eine wirklich treue Stammkundin und war zudem noch Lehrerin an meiner früheren Schule, nennen wir sie Frau F. Ich grüße Frau F. also immer brav mit Namen und sie scheint sich über diesen besonderen Service zu freuen, es gefällt ihr dass man sie kennt. Dazu muss ich sagen, dass bei uns einige ehemalige und auch aktuelle Schüler dieser Schule arbeiten, es kennen sie also einige Kassenkräfte.

Frau F. steht also an meiner Kasse und beugt sich geheimnisvoll zu mir runter, als wollte sie mir etwas zuflüstern. Ich beuge mich vor und frage, ob alles ok sei.

"Der junge Mann der hier neu ist, der ist wirklich unmöglich."

Da kurz zuvor ein neuer Azubi an meiner Kasse war um mir einen Preis zu nennen und er der einzige "junge" Mann im Laden war ging ich davon aus dass sie ihn meinte."

- "Aber warum das Frau F.? Mir erscheint er immer sehr freundlich und zuvorkommend."

"Nein, nicht der. Der Große mit den dunklen Haaren. Der ist unmöglich."

Langsam wurde mir klar wen sie meinte. Als ich seinen Namen nannte bestätigte sich mein Verdacht.

- "Inwiefern ist Herr XY unmöglich?"

"Naja die Art wie er mit den Kunden spricht. Lässt immer blöde Kommentare ab. Und er behandelt auch die anderen Mitarbeiter schlecht und das vor den Kunden. Das geht wirklich gar nicht."

- "Er ist wirklich etwas eigen, aber so habe ich das bisher nicht aufgefasst. Aber ich gebe das natürlich weiter."

"Ja aber bitte anonym. Sagen Sie einfach er kommt nicht so gut an."


Das schien aber noch untertrieben zu sein. Frau F. war wirklich aufgebracht. Und ich kann sie auch verstehen. Er ist schwierig und wirklich eigen. Ich komme mit ihm klar, aber das tut eben nicht jeder. Trotz allem ist und bleibt er der stellvertretende Marktleiter. Ich bin nicht in der Position ihn darauf anzusprechen. Und beim eigentlich Chef "petzen" möchte ich auch nicht. Andererseits ist es das Anliegen einer Kundin dass ich versprochen habe weiterzugeben. Wie gehe ich also damit um? Ich habe einen vertrauten Kollegen darauf angesprochen. Der wunderte sich total und meinte, dass es die erste Beschwerde über Herrn XY sei die er mitbekommt. Aber besser macht es das auch nicht. Ich glaube viele Kunden sagen einfach nichts oder halten es dann doch für zu unwichtig, um deshalb den Chef aufzusuchen. Letztlich ist es ja doch nur der Supermarkt in dem man seine Einkäufe erledigt und zu dem man sonst keinen Bezug hat. Wahrscheinlich werde ich meinen Chef darauf ansprechen. Ich werde die Beschwerde einer Kundin einfach ohne Wertung weitergeben. Denn wahrscheinlich wird das für Herrn XY sowieso keine Konsequenzen haben.

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Freitag, 2. November 2012

Obst und Gemüse

Zur Zeit haben wir wieder einige neue Aushilfen an der Kassen. Bis die richtig einsetzbar und fit sind dauert es leider meistens etwas und die ersten Monate ist es eher anstrengend als hilfreich. Wenn diese neuen an der Kasse sitzen haben sie eine Angewohnheit gemeinsam: sie kennen die Obst- und Gemüsesorten nicht! Eigentlich sollen sich die Kassenkräfte vor Schichtbeginn kurz mit der Obst- und Gemüseabteilung vertraut machen und sich besonders die saisonalen Artikel ansehen - macht aber keiner. Daher kommt es immer wieder vor, dass irgendwelche Obst- und Gemüsesorten nicht erkannt werden. So wie einer der mir vor Kurzem einen Weisskohl unter die Nase hielt und fragte was das sei. Unübertroffen ist aber ein anderer neuer Kollege: der zeigte einer Kollegin fragend eine Zitrone- und wusste diese nicht einzuordnen.

Das eigentlich witzige daran ist, dass jeder neue Kollege (außer der mit der Zitrone) diese Unwissenheit nicht zugeben will. Deshalb fragt kaum jemand was der jeweilige Artikel ist sondern welche PLU-Nummer er dafür eintippen muss. Und meint dass es so niemand merken würde. Dabei lässt sich die Nummer ja leicht ermitteln wenn man denn weiß was man da in der Hand hält.

Ich gebe zu: ich habe es genauso gemacht. An einem meiner ersten Tage hielt ich plötzlich eine rot, bräunliche Knolle in der Hand. Nie gesehen. Wollte ich natürlich nicht zugeben. Und ich hielt mich für wahnsinnig clever als ich die Kollegin antippte und lässig fragte, auf welche PLU-Nummer ich diese Ware denn eintippen müsse. Damals dachte ich es hätte keiner mitbekommen. Aber genauso wie ich jetzt über "die Neuen" schmunzele haben es wohl damals auch meine Kollegen getan. Aber immerhin - Zitronen habe ich auf Anhieb erkannt ;)

Ich sollte das wohl noch auflösen: meine Knolle war frische rote Beete :)
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Freitag, 26. Oktober 2012

Kartenzahlung

Vor Kurzem stand ich privat bei einem meiner Kollegen an der Kasse an. Der Kunde vor mir bezahlte mit Karte und steckte seine Karte in das EC-Gerät. Dieses verlangt dann entweder nach PIN oder einer Unterschrift. Der Kunde aber entnahm dem EC-Gerät die Karte und steckte sie wieder in die Geldbörse. Mein Kollege hielt ihm den Beleg hin und der Kunde unterschrieb - wo liegt der Fehler? Der Kollege muss natürlich die Unterschrift mit der auf der Karte abgleichen. Seit dem wir neue EC-Geräte haben ist das allerdings etwas umständlich, da der Kunde seine Karte selbst ins Gerät steckt und sie meist auch selbst entnimmt und einsteckt, bevor ich sie an mich nehmen kann. Aber in diesem Fall bitte ich den Kunden immer mir die Karte noch einmal zu geben damit ich eben die Unterschrift abgleichen kann. Da der betreffende Kollege noch etwas neuer war ging ich einfach davon aus, dass er davon nichts wusste. In einem ruhigen Moment nahm ich ihn also zur Seite und sprach ihn darauf an. Seine Antwort überraschte mich allerdings: er erklärte mir, dass er sich die Unterschrift einfach merkt und sie dann aus dem Gedächtnis mit der auf dem Beleg abgleicht. Aha. Hab ich so auch noch nie gehört. Ohne fotografisches Gedächtnis stelle ich mir das schwierig vor. Ich habe ihn dann vorsichtig darauf hingewiesen, dass er trotzdem besser die Karte zum Vergleich nimmt und es bei Testkäufen auch ein falsches Bild vermitteln könnte. Ich weiß nicht ob er den Rat beherzigt hat. Aber es wundert mich immer wieder auf was für Ideen manche Kollegen kommen...
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Mittwoch, 8. August 2012

Privatsphäre

Einer der Hauptgründe warum ich so gerne in "meiner" Filiale arbeite und den Aushilfsjob trotz einer festen Anstellung nebenbei mache sind die Kollegen - vom Geld natürlich mal abgesehen ;). Ich kenne einige von ihnen privat, mit manchen hat sich eine Freundschaft entwickelt und gelegentlich werden gemeinsame Unternehmungen gemacht. Aber diese Form der Kollegialität scheint einer Kollegin den Eindruck zu vermitteln, man könnte alles miteinander teilen. Als ich mit dieser Kollegin die Kasse teilte (man sitzt quasi "Rücken an Rücken") und gerade kein Kunde da war erkundigte ich mich höflicherweise nach ihrem Wohlbefinden. Unser Verhältnis ist in Ordnung, aber nicht allzu privat - bisher jedenfalls nicht. Denn an diesem Tag, an der Kasse, fing diese Kollegin an sich bei mir über ihr Sexleben auszulassen. Und von diversen (intimen) Arztbesuchen zu erzählen. Das sind Sachen die ich einfach von keinem Kollegen wissen möchte. Ich war froh, als endlich wieder ein Kunde an meine Kasse kam, so dass unser Gespräch dadurch beendet wurde - dachte ich. Doch als dieser weg war erzählte sie weiter munter darauf los. Wie soll man auch auf sowas reagieren? Als die Kasse sich weiter füllte und sie das Thema wirklich nicht fortsetzen konnte (und weil die von mir erwartete Reaktion ausblieb) gab sie irgendwann auf. Und ich bin ein bisschen traumatisiert...
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Dienstag, 7. August 2012

Storno bitte!

So ziemlich jeder der schon mal im Supermarkt eingekauft hat wird die Durchsage "Storno bitte" kennen. Ein Artikel wurde zu oft gescannt oder soll umgetauscht werden. Es gibt aber verschiedene Arten von Stornos. Wenn ein Artikel doppelt gescannt wird und man es direkt bemerkt kann man diesen ganz einfach über die Taste "Sofortstorno" entfernen. Wenn danach aber schon ein anderer Artikel gescannt wurde muss man einen sogenannten "Zeilenstorno" machen und dafür benötigt man den Schlüssel des Marktleiters. Sonst bleibt nur noch die Storno-Art, bei der der gesamte Einkauf, bzw. der gesamte Kassenzettel storniert wird. Das passiert z.B., wenn dem Kunden erst spät auffällt dass er kein dabei hat (kommt öfter vor als man denkt) und es zu umständlich wäre, jeden Artikel einzeln zu stornieren. Man schließt den Einkauf also ab um dann über die Nummer des Kassenzettels den gesamten Einkauf aus dem System zu löschen. Und um diesen Storno zu vollziehen, benutzt man die Tastenkombination "25" (bzw. 2 und 5) und die Taste "Code". Bei uns wird dieser Storno daher direkt als "25 Code" bezeichnet. Da das intern ein geläufiger Begriff ist waren einige meiner Kollegen dementsprechend amüsiert, als eine Kollegin sie fragte, wie denn noch mal der "25 Code" ginge. Trotz des selbsterklärenden Begriffs konnte sie sich einfach nicht erinnern.
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Mittwoch, 1. August 2012

Der Testkauf

Ein Thema das ich hier bisher nicht oft aufgegriffen haben sind die Testkäufe. Gefürchtet unter den Kollegen, verhasst beim Chef. Denn wenn was schief läuft bekommt er die Konsequenzen zu spüren. In letzter Zeit haben die sich stark vermehrt. Die Bezirksleitung ist strenger geworden und so auch die Testkäufer. Während man sich früher darauf verlassen konnte dass diese meist zur Mittagszeit bei viel Betrieb statt fanden ist man nun fast gar nicht mehr "sicher". Es kann jederzeit passieren. Ich glaube während meiner Zeit an der Kasse hatte ich zwei oder drei Testkäufe. Einer davon kurz nachdem ich dort angefangen hatte und er lief miserabel. Ich weiß noch genau, es war ein Samstag mit außergewöhnlich viel Betrieb, ich wollte schnell sein und mit den Kollegen mithalten und bin unaufmerksam geworden. So konnte die Testkäuferin einiges durchgehen lassen, dass ich hätte sehen müssen. Nach so einem Testkauf wird man mit dem Marktleiter ins Büro gerufen und der Testkauf wird besprochen. Und ich war sowas von durchgefallen. Aber es hat seinen Zweck erfüllt. Seitdem bin ich aufmerksamer und sorgfältiger. Und trotzdem finde ich diese Testkäufe nicht in Ordnung. Es sind stets Momentaufnahmen und meiner Meinung nach kann man die "Qualität" einer Kassiererin nicht in einem solch kurzen Zeitraum bestimmen. Denn den Testern geht es nicht nur darum, dass man den Wagen kontrolliert und keine Ware übersieht, es geht auch um Freundlichkeit, darum dass man dem Kunden in die Augen sieht und lächelt und brav "bitte" und "Danke" sagt. Und wenn man das erfüllt suchen die Testkäufer geradezu nach Fehlern. Als eine Kollegin den Testkauf mit Bravour bestand, beanstandete der Testkäufer, dass sie aber zu schnell kassiert hätte. Man kann es ihnen quasi nicht Recht machen. Meine Kollegen und ich haben aber den Vorteil, dass man nach ein paar Jahren einen gewissen Blick für Testkäufe entwickelt. Waren werden absichtlich im Wagen gelassen oder seltsam auf dem Band drapiert, es sind viele verschiedene Sorten von bspw. Joghurts auf einer Palette und mit Sicherheit eine Palette Milch. Es wird bar bezahlt und irgendwann fällt auch auf, wenn jemand so ungewöhnlich aufmerksam den Scanvorgang beobachtet. Man kann sich also etwas darauf einstellen. In letzter Zeit habe ich zum Glück keinen mehr miterlebt, vielleicht sind meine Stunden dafür auch zu gering. Aber wenn einer stattfindet, muss man eben das Beste daraus machen.
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Sonntag, 29. Juli 2012

Kreislaufprobleme

Als ich vor einer paar Wochen zur Schicht kam traf ich eine meiner Kolleginnen ziemlich aufgewühlt an. Ein junges Mädchen war im Laden zusammengebrochen. Sie hatte sie auf dem Boden liegend in einem der Gänge entdeckt. Als sie ihr aufhalf konnte das Mädchen nicht richtig gehen. Womit meine Kollegin aber nicht gerechnet hatte war, dass das Mädchen sich ungewöhnlich agressiv und ausfallend äußeren wurde. Sie fluchte vor sich hin und lies sich unter Beschimpfungen zu der kleinen Bank im Laden begleiten um dort von den Kollegen mit Wasser und einem Brötchen versorgt zu werden. Der Zusammenbruch lag wohl am Kreislauf. Dort sitzend klärte sie dann auch auf, dass sie am Tourette-Syndrom leidet, was ihren vorigen Wutausbruch erklärte. Als ich zu meiner Schicht kam bekam ich nur noch mit wie der Krankenwagen das Mädchen abholte. Die Kollegin hatte sich von dem Schock etwas erholt und bemerkte nur trocken: "wie gut, dass wir alle den erste Hilfe Kurs machen mussten". Da hatte sie allerdings Recht. Sowas passiert leider öfter als man denkt.
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Montag, 2. Juli 2012

Clerasil

Mal wieder was von den lieben Kollegen.

Seit Kurzem haben wir einen neuen stellvertretenden Marktleiter in der Filiale. Viele hatten die Sorge dass er, im Gegensatz zu dem eher lockeren Marktleiter, sehr streng oder einfach unsympathisch sein würde. Das Gegenteil war der Fall, eigentlich muss man sagen: er ist fast zu locker. Es gibt kaum etwas das ihn nicht zu einem Spruch provoziert, nichts was er unkommentiert lässt. Die meisten verstehen sich trotzdem gut mit ihm und ich konnte mit seiner Art bisher auch gut umgehen, bis ich folgende Geschichte von einer Kollegin hörte:

Diese Kollegin hatte eines Tages einen etwas auffälligen Pickel am Kinn, der auch als sie an der Kasse saß gut sichtbar war. Macht aber ja nichts, es schränkt sie ja in der Arbeit nicht ein. Der stellvertrende Marktleiter ließ aber die Gelegenheit nicht aus, sie vor den Kunden und Kollegen bloßzustellen und rief ihr gut hörbar zu: „Da hinten im Gang haben wir Clerasil!“

Fand ich persönlich unter der Gürtellinie und nicht in Ordnung. Aber mit solchen Kollegen muss man, wie auch mit Kunden, einfach umgehen können. Oder man muss lernen damit umgehen zu können.

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Mittwoch, 27. Juni 2012

Zweite Kasse bitte!

Damit es nicht heißt ich würde mich nur über Kunden ärgern - es gibt Kollegen die denen in Nichts nachstehen. Die Schicht Samstags ist meiner Meinung nach die stressigste. Besonders der Samstag Nachmittag. Unter den Kollegen weiß man das und sollte versuchen das beste daraus zu machen. An einem dieser Samstage war ich die einzige besetzte Kasse. Das nennt sich bei uns die "erste" Kasse, also die die konstant sitzen bleibt, dann gibt es denjenigen der "zweite Kasse" macht, also sich als zweites hinsetzt und so geht das mit der dritten und der vierten weiter. Bei der vierten ist Schluss, mehr Kassen gibt es bei uns nicht. An eben diesem Samstag war ich die erste Kasse und die Schlange wurde länger und länger, so dass ich also irgendwann nach der zweiten Kasse rufen musste. Es kam aber niemand. Es wurde immer voller und immernoch kein Kollege in Sicht. Ich rief wieder durch, etwas ungeduldiger. Dann endlich, bequemte sich eine Kollegin an die Kasse. Doch anstatt sich zu setzen kam sie nur nach vorne um mich darauf hinzuweisen, dass sie nicht die zweite Kasse sei und dass sich Herr xyz setzen müsste. Zu diesem Zeitpunkt war die Schlange wirklich beunruhigend lang und die Kunden Zurecht genervt. Auch unsere Vorschriften besagen es natürlich, dass man in diesem Fall eine Kasse öffnen muss. Die Kollegin aber beharrte auf ihrer Position als spätere Kasse und nahm den weiten Weg durch den Laden auf sich um mir eben dies mitzuteilen. Ich war zurecht sauer und auch die Kunden lassen diese Stimmung letztlich an mir aus. Während die Kollegin wieder im Laden verschwand. Da sind die meisten Kunden wesentlich erträglicher ;)

Was an der Situation auch nett war: der betreffende Kollege der die "zweite" Kasse besetzen musste hielt sich während meiner Durchsagen vor dem Laden auf um dort die Außenverkäufe aufzuräumen. Er hatte der Kollegin auch Bescheid gesagt... Einfach nur zum kopfschütteln.
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Samstag, 9. Juni 2012

Toooor!

Die Tatsache dass ich während des ersten Spiels der deutschen Mannschaft bei der EM arbeiten musste hat mich schon etwas geärgert. Was mich aber noch mehr geärgert hat waren all die Leute zwischen 20:00 und 22:00, die sich besorgt erkundigten, ob wir denn kein Fußball gucken würden. Na offensichtlich ja nicht. Und gerne würde man antworten, dass man nicht arbeiten müsste wenn es keine Kunden gäbe die um diese Uhrzeit kämen oder dass ja niemand da wäre um sie jetzt gerade zu kassieren wenn wir stattdessen das Spiel gucken würden. Aber als freundliche Kassierer die wir nunmal sind lächeln wir natürlich nur und verneinen. Und trösten uns mit dem Live-Ticker.
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Freitag, 1. Juni 2012

Fundstück

Fundstück oder: was man in einem Regal lieber nicht finden möchte. Beim einräumen der Getränke entdeckte einer meiner Kollegen heute eine getragene Damenunterhose zwischen den Wasserflaschen. Da bin selbst ich sprachlos. Auf ein Bild habe ich dann dankend verzichtet ;) Mein Mitgefühl gilt natürlich dem armen Kollegen der den Fund gemacht hat und mir bleibt nur übrig den Kopf zu schütteln und sich zu fragen wie denn sowas passieren kann...
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Sonntag, 27. Mai 2012

198 Euro haben oder nicht haben

Von einem Kollegen habe ich gehört, wie es einer neuen Kollegin an einem ihrer ersten Tage ergangen ist. An unseren Kassen kann man bei dem Einkauf eines Mindestwertes und der Zahlung mit EC-Karte noch Geld abheben. Davon wollte eine Kundin bei der Kollegin Gebrauch machen. Sie wollte 200,00 Euro ausgezahlt bekommen, was die Kollegin natürlich auch tat. Das Problem: eingetippt hatte sie 2,00 Euro. Der Kundin wurden also 2 Euro vom Konto abgezogen und sie hat 198 Euro quasi geschenkt bekommen. Tat mir natürlich wahnsinnig Leid für die "Neue", die bei einer ihrer ersten Abrechnungen erstmal 198 Euro Minus in der Kasse hatte. Glück für Sie: sie konnten bei der Abrechnung ermitteln woran es lag! Und: dem Chef war die Kundin bekannt. Er konnte ihre Nummer ermitteln und das Geld von ihr zurück bekommen. Glück gehabt. Ist nicht unbedingt der beste Einstieg in einen neuen Job ;) Sowas passiert einem "alten Hasen" wie mir eher nicht mehr. Obwohl man mit den Nullen wirklich schwer aufpassen muss, das wäre mir nämlich auch öfter schon fast passiert, wenn man zu schnell auf die Tasten haut und nicht aufpasst.
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Dienstag, 17. April 2012

Pssst!

Ein Kollege hatte letztens ein Erlebnis aus der Kategorie "einfach nicht zu erklären". Er war gerade in einem Gang am Regal beschäftigt, als ein Kunde vorbei lief, ihn intensiv ansah und nur den Zeigefinger vor den Mund hielt, als wollte er ihn zum schweigen bringen. Und dann ging er weiter. Manchmal fragt man sich wirklich was da in den Menschen vorgeht...
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Mittwoch, 21. März 2012

Die besten verpasse ich immer...

Erzählung von einem Kollegen.

Eine Kollegin rief ihn verwirrt an die Kasse weil sie die Nachfrage von zwei Kunden einfach nicht verstand. Es stellte sich heraus: die beiden waren auf der Suche nach dem Geheimgang! Offenbar waren Sie umzingelt und müssten nun schnell durch den Geheimgang weg, den solle man ihnen zeigen.

Und zudem waren die beiden wohl schon öfter da, das letzte Mal fragten sie einen Kollegen, wo man denn unentdeckt und ungestört im Wald zelten könnte...

Wie der Titel schon sagt: die besten verpasse ich immer! :)
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Dienstag, 14. Dezember 2010

Noch mal die Praktikanten :)

Und noch eine Praktikantengeschichte.
Wir haben ziemlich oft ziemlich viele Praktikanten. In unmittelbarer Nähe meiner Filiale liegen drei Schulen und viele Schüler suchen sich dann einfach die nahegelegenste Möglichkeit aus und fangen bei uns an. Einige kommen mal für zwei Wochen oder einen Monat, andere kommen dauerthaft einmal die Woche, oft sogar für ein Jahr. Jedenfalls gibt es bei den Praktikanten solche und solche, ist ja bei allen anderen Mitarbeitern auch so.

Aber was sich letztens ereignete hat sich in windeseile im ganzen Markt verbreitet und bis heute lachen die Kollegen darüber.
Eine Gruppe von Praktikanten arbeitete an einem Rollcontainer, für alle die solche nicht kennen ein Bild mit einem ähnlichen:

(Bild von der BGHW)


Die Platten am "Boden" des Containers gibt es auch noch lose und können also beliebig eingefügt werden, falls besonders schwere oder auch leichte und zerbrechliche Sachen transportiert werden, die mehr Sicherheit brauchen. Jedenfalls hat diese "Zwischenplatte" Löcher. Und einer der Praktikanten konnte diesen nicht widerstehen und steckte einfach mal seinen Mittelfinger rein aber..... der ging nicht mehr raus. Er steckte einfach fest :D Und keiner bekam ihn da wieder raus, es ging durch den ganzen Laden, zuerst zur Metzgerei wo man versuchte mit einem Messer die Platte aufzuschneiden, aber nichts hilf. Und der Praktikant musste überall mit der Platte hin. Als man sich nicht mehr zu helfen wusste mussten sie dann tatsächlich in eine nahegelegene Artpraxis wo ein Arzt den Finger dann fachmännisch befreite :D Die Geschichte hängt ihm bis heute nach und zum Glück für ihn ist sein Praktikum mittlerweile beendet- aber über die Fotos und Videos die die Kollegen natürlich pflichtbewusst machten lachen wir bis heute.
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Sonntag, 12. Dezember 2010

Mikrowellen-Terrine

Mal wieder eine kurze Meldung von mir, auch wenn ich eigentlich nichts zu berichten habe.

Eine Kollegin erzählte mir letztens, dass es bei uns mal zwei Praktikanten gab, die in der Pause eine 5-Minuten-Terrine essen wollten. Eigentlich nichts ungewöhnliches, bei uns ernähren sich fast alle in den Pausen dermaßen ungesund, wäre also nicht weiter erwähnenswert. Aber die beiden jungen Herren haben anscheinend noch nie eine solche Terrine gegessen, oder jedenfalls nicht selbst "zubereitet", denn die beiden haben den Plastikbehälter einfach mal in die Mikrowelle gesteckt!! :D Der ganze Pausenraum roch abartig nach verbrannter Verpackung und essen konnten sie die beiden wohl auch nicht. Ich empfehle für nächstes mal ein belegtes Brötchen ;)
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Montag, 11. Oktober 2010

Werbung in Geschäften ist weniger störend

Studie: TV-und Printwerbung hat den höchsten Erinnerungswert :
KLICK!

(...)"Werbung in Geschäften wird nur von 17 Prozent der Teilnehmer als störend empfunden. Noch weniger störend empfinden die Befragten hierzulande nur die Werbung mit Produktproben (14 Prozent)" (...)

Die Kassierer sehen das bestimmt ein bisschen anders.. Ich kann die Werbedurchsagen in unserem Markt nämlich nach dem dritten Mal schon nicht mehr hören. Und ein Kollege von mir war letztens völlig besessen davon jetzt sofort einen gewissen Softdrink zu trinken und musste den unbedingt kaufen. Als die penetrante Werbedurchsage ertönte wusste ich warum. Soviel zur Manipulation durch Werbung ;)
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Dienstag, 25. Mai 2010

Blöde Kollegen statt blöde Kunden

Ich bin prinzipiell der Meinung das man Angelegenheiten unter Kollegen hier völlig raushalten sollte. Aber das unverschämte Verhalten dass mir eine Kollegin letztens
entgegenbrachte hat mich dermaßen aufgeregt dass ich es einfach hier festhalten muss. Es war einer der betriebreichen Tage vor Ostern und dementsprechend wusste ich schon nicht mehr wo mir der Kopf stand. Eine Kundin hatte an meiner Kasse blaue und gelbe Pflaumen gekauft, die ich aber für Pflaumen und Aprikosen hielt. Sieht sich auch wirklich ähnlich. Hätte ich vielleicht wissen können aber Fehler sind ja nur menschlich. Das sah meine mir sowieso nicht besonders sympathische Kollegin aber anders, als sie mit der Kundin im Schlepptau an meine Kasse kam. Sie hielt mir die Obsttüte mit den Pflaumen vor und fuhr mich an:
"Was ist das????"
- Aprikosen?!
"Was ist das??"
- A-P-R-I-K-O-S-E-N?!
Sie genoß es offensichtlich vor den wartenden Kunden meine "Dummheit" zu demonstrieren und hackte weiter darauf rum dass ich dachte, es wären Aprikosen.

"Das sind gelbe Pflaumen" klärte sie mich endlich auf.
"Du hast die falsch abgerechnet".

Sowas aber auch! Was für eine unbeschreibliche Dummheit von mir.Ich war zu dem Zeitpunkt schon echt sauer. Habe der Kundin dann ihre blöden Pflaumen berechnet und weiter kassiert. Wenigstens hatten die zwei jungen Kerle dahinter Humor, als ich dem einen nämlich einen Apfel abwog sagte der nur trocken "einmal Kürbis" und erzählte, dass er nie von gelben Pflaumen gehört hatte. Wie gesagt,ich hätte das wohl wissen müssen aber sowas kann ja mal passieren. Danach habe ich der Kollegin übrigens gesagt was für eine Unverschämheit sie sich da geleistet hat und dass sie mich gerne belehren kann,aber nicht in diesem Tonfall und vor allem nicht vor den Kunden. Zu schade, dass sie sowieso bald in Rente geht.
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