Montag, 29. April 2013

Kartoffeln

Ein älterer Mann schiebt gemächlich seinen Wagen an meine Kasse, in dem sich neben ein paar Kleinigkeiten noch ein 3 kg Sack Kartoffeln befindet. Er zeigte auf diesen und fragte mich:

"Kann man die essen?"

- "Na das hoffe ich doch, es sind Speisekartoffeln."

"Nein ich meine ob die schmecken?!"

- "Ich habe die selbst noch nicht probiert, aber ich gehe davon aus dass sie schmecken!"

"Ich bin halt keine Frau, ich kenne mich mit sowas nicht aus!"


Wie jetzt? Weil ich eine Frau bin kann ich Kartoffeln von außen ansehen ob sie schmecken?
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Sonntag, 28. April 2013

Goldbrand

Einer meiner Kollegen hatte mal wieder die Spätschicht bis 22.00 und wurde währenddessen von einem jungen Mann im rotem Adidas-Trainingsanzug mit Goldkette angesprochen:

"Ich Goldi"

- "Wie bitte? Was möchten Sie?"

"Goldi!"

- "Meinen Sie einen Goldbrand?"

"Ja sag ich doch!"


Der ist, wie auch die anderen hochprozentigen Spirituosen, bei uns ja eingeschlossen. Und das Gesöff ist momentan sehr beliebt! Damit man schneller an den Stoff kommt wird dann aus Wodka gerne mal Wodi - oder aus Goldbrand eben Goldi.


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Samstag, 27. April 2013

Freitag, 26. April 2013

Betrunkene Komplimente

Gestern stand ein etwas angetrunkener Mann an meiner Kasse. Während ich die Waren scannte schaute er mich die ganze Zeit recht seltsam an (man sieht das aus den Augenwinkeln sehr gut), was ich aber auf seinen alkoholisierten Zustand schob. Bis er sich zu mir runter beugte:

"Hat Ihnen heute schon mal jemand gesagt dass Sie das schönste Mädchen von ganz Deutschland sind?"

- "Nein, heute noch nicht!"

Das konnte ich mir einfach nicht verkneifen.

"Ich komme nicht hier einkaufen weil die Auswahl besser ist oder so, sonst weil hier die schönsten Verkäuferinnen sind. Und Sie sind die Schönste!"

Lachend bedankte ich mich. In seinem Zustand hätte ich das wahrscheinlich auch gedacht - aber auch ein betrunkenes Kompliment ist schließlich ein Kompliment :)
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Freitag, 19. April 2013

Fußnägel


Eine Freundin von mir arbeitet in einer KFZ-Werkstatt. Dort arbeitet man zur Zeit an einem Neubau, sie bauen eine Werkstatt verbunden mit Cafe und Maniküre/Pediküre-Angebot, dass die Kunden in Anspruch nehmen können wenn sie auf ihr Auto warten. Das Konzept wird aber erst im Mai an den Start gehen. Das hatte ein älterer Kunde aber nicht mitbekommen und sprach meine Freundin an:


"Ja Mädchen, wo ist denn jetzt hier die Pediküre?"

- "Wir eröffnen leider erst im Mai, dann machen wir gerne einen Termin mit Ihnen."

"Na toll, wat soll ich bis dahin meinen Füßen machen?"

- "Ich kenne leider keine anderen Pediküre-Studios in der Gegend, wir können Ihnen aber einen Termin direkt Anfang Mai anbieten."

"Ja super, wat meinste wie lang meine Fußnägel bis dahin sind?! Aber jut, dann muss ich halt mit so Zehen rumlaufen!"

- "Naja, dann lohnt es sich ja dann wenigstens für sie..."


Und er fuhr entrüstet weg. Mich wundert nur, dass er nicht direkt die Schuhe ausgezogen hat um zu zeigen in welchem Zustand seine Zehen sind...

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Mittwoch, 17. April 2013

Gesucht. Gefunden!


Wie wohl die Resonanz auf diese Anzeige war?

Quelle: Facebook Gruppe "Da kotzt das Texterherz"
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Donnerstag, 11. April 2013

Handyguthaben

Es ist schon etwas länger her, dass ich dieses Erlebnis mit einem Kunden hatte. Unser Marktleiterbüro befindet sich direkt an den Kassen und von der Kasse 1 aus sieht man direkt auf die Tür. Dort saß ich, als ich einen älteren Herren energisch an die Tür klopfen sah.

"Der Marktleiter ist zur Zeit nicht im Büro, kann ich Ihnen weiterhelfen?"

- "Nein, holen Sie bitte einen der Kollegen."

Manchmal sagt einem einfach das eigene Gefühl, ob es wirklich um eine Marktleiterangelegenheit geht oder um eine Banalität. Da ich auf zweiteres tippte, gerade nicht viel los war und die anderen Kassen besetzt waren schloss ich meine und ging zu dem Kunden.

"Es könnte dauern bis der Chef wieder kommt, bis dahin kann ich Ihnen vielleicht helfen, worum es geht es denn?"

- "Also ich hätte lieber einen der Kollegen."

"Sie können mir ja verraten worum es geht und ich rufe dann einen der Kollegen."

- "Also ich habe letztens mein Handyguthaben mit 30 Euro aufgeladen."

Es folte eine bedeutungsvolle Pause. Erst jetzt wurde mir klar, dass bei ihm die Betonung auf dem Wort Kollegen lag. Nicht Kollegin. Männersache also.

"Haben Sie Probleme mit dem Aufladen oder wurde das Guthaben nicht gutgeschrieben?"

- "Nein nein, ich habe jetzt noch 3,20 Euro Guthaben, das habe ich abgefragt."

Vorsichtig fragte ich ihn, ob er sein Guthaben erneut aufladen möchte.

- "Da sind noch 3,20 drauf!"

Empört über meine Unfähigkeit zückte er ein Infoheftchen von seinem Handyanbieter.

- "Hier haben meine Töchter alles aufgeschrieben - DIE kennen sich da aus."

Damit waren die Töchter wohl auch die ersten die den "Platz für Notizen" in einer Gebrauchsanweisung genutzt haben.

"Das ist die Anleitung um das Guthaben aufzuladen - wollen Sie denn ihr Guthaben aufladen?"

- "Ja!"

Na endlich!!!

"Ok, das ist Anbieter xy, wie hoch soll das Guthaben sein?"

- "Naja beim letzten Mal habe ich für 30 Euro geladen."

"Also jetzt auch wieder 30?"

- "Ja genau!!!"

Bevor er seine Meinung wieder ändern konnte nahm ich die Karte von seinem Anbieter für 30 Euro und kassierte ihn ab. Er bekam von mir seine Belege mit der Aufladenummer.

- "Und das lade ich dann so auf wie es hier steht?"

Er zückte sein Handy und scheiterte schon fast am lösen der Tastensperre.

"Kann ich Ihnen damit vielleicht helfen?"

- "Wenn Sie sowas können..."

Konnte ich. Schritt für Schritt erklärte ich ihm den Prozess und lud die 30 Euro auf sein Handy, inklusive anschließender Guthabenabfrage, zur Sicherheit.

Zufrieden strahlte er mich an.

- "Ach das hat ja super geklappt."

Sein Blick sucht auf meinem Kittel nach dem Namensschild.

- "Sie sind also die Frau ... Kassenmädchen! Ach das merk ich mir. Dann komme ich nächstes mal wieder zu Ihnen!"

Lieber nicht... den überlasse ich gerne den Kollegen ;)

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Mittwoch, 10. April 2013

Rettungsdienst

Paul vom Alltag im Rettungsdienst hat auf seinem Blog einen spannenden Aufruf gestartet. Er postet Geschichten und Erlebnisse, die die Leser im Bereich Erste Hilfe haben. Finde ich eine tolle Idee und vielleicht hat der eine oder andere auch etwas beizusteuern.

Bei uns im Laden passiert so etwas übrigens öfter als man denkt. Ein Kollege hat da immer besonders viel "Pech", Notfälle passieren meistens während seiner Schicht. Erst letztens ist eine Frau auf derTreppe zum Parkplatz gestürzt. Von einem jungen Mädchen mit epileptischen Anfällen habe ich hier auch schon geschrieben. Man ruft den Rettungsdienst öfter als man denkt.. auch im Supermarkt.

Die Aktion findet ihr hier :)

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Trauben


"Sind das Trauben mit Kernen oder kernlose?"

- "Die für 2,49 das Kilo!"


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Dienstag, 9. April 2013

Ausgetrocknet

Eine ältere Dame kam an meine Kasse und legte behutsam drei Döschen Creme und ein paar Kleinigkeiten aufs Band.

"Wissen Sie, alte Menschen brauchen ganz viel Feuchtigkeit. Im Alter trocknet man aus!"

Ich musste ein bisschen grinsen.

"Das werden Sie auch noch merken wenn Sie älter sind!"

Das war eine der entzückenden, netten älteren Damen. Während ich kassierte schwätze sie munter vor sich hin, nicht mit mir, einfach nur so vor sich hin. Trotz ihrer zitternden Hände wollte sie sich aber nicht von mir beim einräumen der Einkäufe helfen lassen. Ausgetrocknet, aber nicht hilflos im Alter ;)


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Samstag, 6. April 2013

Kassenzettel

"Brauchen Sie den Kassenzettel?"

- "Nein Danke, ich habe bis Weihnachten noch genug zu lesen."


Hä?!
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Dienstag, 2. April 2013

Ostern

Gegen Mittag am Ostersamstag.
Ich versuche die Regale und Aufsteller mit Ostersüßigkeiten aufzuräumen während um mich rum das Chaos wütet. Kinder zerdrücken vor lauter Aufregung die bunten Schokohasen während die Eltern verzweifelt versuchen noch etwas Farbe zum Eierfärben zu ergattern.

In all dem Chaos kommt in aller Ruhe kommt eine junge Frau auf mich zu geschlendert.

"Sagen Sie... Sind die Ostersachen heute schon reduziert?"

Ich hoffte nicht allzu verdutzt zu gucken.

"Die Artikel werden erst nach Ostern reduziert, heute ist ja erst Ostersamstag."

Verständnislos schaut sie mich an und verlässt das Regal mit den Osterwaren. Wie unwirtschaftlich wäre es denn von uns die Artikel vor Ostern zu reduzieren? Außerdem verkauft sich die Ware ja noch sehr gut...
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