Sonntag, 27. Mai 2012

198 Euro haben oder nicht haben

Von einem Kollegen habe ich gehört, wie es einer neuen Kollegin an einem ihrer ersten Tage ergangen ist. An unseren Kassen kann man bei dem Einkauf eines Mindestwertes und der Zahlung mit EC-Karte noch Geld abheben. Davon wollte eine Kundin bei der Kollegin Gebrauch machen. Sie wollte 200,00 Euro ausgezahlt bekommen, was die Kollegin natürlich auch tat. Das Problem: eingetippt hatte sie 2,00 Euro. Der Kundin wurden also 2 Euro vom Konto abgezogen und sie hat 198 Euro quasi geschenkt bekommen. Tat mir natürlich wahnsinnig Leid für die "Neue", die bei einer ihrer ersten Abrechnungen erstmal 198 Euro Minus in der Kasse hatte. Glück für Sie: sie konnten bei der Abrechnung ermitteln woran es lag! Und: dem Chef war die Kundin bekannt. Er konnte ihre Nummer ermitteln und das Geld von ihr zurück bekommen. Glück gehabt. Ist nicht unbedingt der beste Einstieg in einen neuen Job ;) Sowas passiert einem "alten Hasen" wie mir eher nicht mehr. Obwohl man mit den Nullen wirklich schwer aufpassen muss, das wäre mir nämlich auch öfter schon fast passiert, wenn man zu schnell auf die Tasten haut und nicht aufpasst.
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Mittwoch, 23. Mai 2012

Bum bum Glühbirne

Erzählung von einem Kollegen:

Eine Kundin sprach ihn an, obwohl ansprechen eigentlich übertrieben ist. Denn anstatt ihm eine Frage zu stellen zeigte sie nur auf die Decke und sagte "bum bum". Möchte jemand raten? Ich weiß noch nichtmal wie sich das am Ende geklärt hat, aber hier die Auflösung: die Dame war auf der Suche nach Glühbirnen! Das soll mal einer verstehen...
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Dienstag, 22. Mai 2012

Kaufentscheidungen

Manchmal muss man wirklich schwierige Kaufentscheidungen treffen... ;)
Hier gefunden.
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Sonntag, 20. Mai 2012

Der reiche Geschäftsmann

Ein kleiner Junge von ungefähr 8 Jahren kommt in Begleitung eines Freundes an meine Kasse. Während ich den Kunden vorher kassiere beobachte ich aus dem Augenwinkel wie er seinem Freund erzählt dass er "ein reicher Geschäftsmann" ist und dabei mit einem 5 Euro Schein in der Hand rumspielt. Dann riecht er an seinem Schein: "Hmmm, das riecht nach Geld". Ein bisschen seltsam, aber ja irgendwie süß...noch!

Denn kaum habe ich seine Süßigkeiten kassiert wirft er mir den Schein achtlos auf die Kasse. Davon bin ich ja gar kein Fan. Das Verhalten eines "reichen Geschäftsmanns" hat er also schon.

Dann zählt er akribisch sein Wechselgeld nach und während die beiden schon im Gehen sind dreht er sich noch einmal zu mir um und sagt:

"Da fehlt ein Cent."

-"Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, aber zeig mir bitte mal das Wechselgeld!"

"Haha, das war nur ein Scherz!"

Aha, sehr witzig. Und weg war er. Wenn das also seine Vorstellung von einem reichen Geschäftsmann ist sollte man sich wohl Sorgen um die Weltanschauung der Kinder heutzutage machen...

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Samstag, 19. Mai 2012

Die Treuepunkte... schon wieder

-"Sammeln Sie die Treuepunkte?"

"Nein danke, ich bin nicht treu."

Oh oh oh, diese Aussage brachte dem Kunden einen pikierten Blick seiner Begleiterin ein. "So so, das ist ja gut zu wissen" sagte sie irritiert. Und obwohl sie sich Mühe gab das humorvoll klingen zu lassen werde ich das Gefühl nicht los, dass ihm diese unüberlegte Bemerkung auf dem Nachhauseweg noch ein bisschen Ärger eingebracht hat... ;)

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So viele Entscheidungen

In der Filiale in der ich arbeite haben wir seit einiger Zeit neben den Spirituosen auch die Tabakwaren eingeschlossen, das habe ich in diesem Beitrag auch mal erwähnt.

Leider hat sich diese Regelung, die eigentlich nur zum Diebstahlschutz eingerichtet wurde, als extrem zeitaufwendig herausgestellt. Nicht nur, weil die Kassiererin jedes mal aufstehen muss wenn jemand Tabakwaren braucht, sondern auch weil dieser Wunsch immer wieder Missverständnisse erzeugt.

Der Kunde entscheidet zwischen Drehtabak, Stopftabak aus der Dose oder Zigarillos, der normalen oder der "leichten" Variante, der großen Dose oder der kleinen oder zwischen verschiedenen Sorten Zigarillos. Entscheidungen über Entscheidungen. Wer jetzt glaubt, dass diese vom Kunden im Voraus getroffen werden irrt. Meistens beginnt spätestens wenn ich mit dem Schlüssel vor der "Vitrine" stehe der Entscheidungsprozess. Und welchen Tabak wollte die Freundin jetzt noch haben?

Aus all diesen Faktoren ergab sich gestern Abend folgendes Gespräch an der Kasse:

"Ich brauche noch Tabak."

- "Welchen hätten Sie gerne?"

"Tabak!"

- "Welchen genau?"

"JPS"

- Zum drehen oder zum stopfen?"

"JPS"

- "In der Packung oder die Dose?"

"Den roten"

Wir konnten uns dann doch noch einigen, er wollte eine Packung Drehtabak. Da ich aber in der Spätschicht die einzige Kasse war und es ein gut besuchter Freitagabend war hatte sich in dieser Zeit schon eine beträchtliche Menge an Kunden an der Kasse gestaut. Insofern ist das mal eine Entscheidung der Chefetage die ich nicht wirklich unterstütze. Zudem ist es auch einfach nervig für meine Kollegen und mich. Da wäre es schon schön wenn man sich für eine Sorte entscheidet bevor ich aufgestanden bin und wenn man mir dann auch konkret sagt, was genau gewünscht ist.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

Auf der Flucht

"Machen Sie mal langsam, wird sind ja nicht auf der Flucht."

Sagen Sie das mal den zehn Kunden hinter Ihnen die schon so finster gucken und gleich mich persönlich für Ihre Wartezeit verantwortlich machen. Es ist aber auch immer dasselbe, für die einen bin ich zu schnell, für die anderen zu langsam. Und warten will keiner. Aber wie seltsam ist es doch, dass die, die in der Schlange am ungeduldigsten mit den Füßen scharren bei ihrem eigenen Einkauf dann plötzlich am meisten Zeit haben. Die dann erst alle Einkäufe einpacken bevor Sie sich bequemen mir das Geld zu reichen, natürlich erst nachdem sie die 8,97 Euro in Kleingeld hervorgekramt haben. Um dann zu merken, dass sie nur 96 Cent haben. Das ist dann natürlich ärgerlich. Meistens mehr für mich als für den Kunden. Denn von dem Kleingeld weiß der Kunde ganz hinter in der Reihe ja nichts. Der fragt sich nur, warum die blöde Kassiererin da vorne nicht endlich mal schneller macht. Ohne mich selbst bemitleiden zu wollen: Wie man es macht, man macht es falsch...
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Treuepunkte bar bezahlt

Auch seltsam:

"Sammeln Sie die Treuepunkte?"

- "Nein danke, ich zahle bar."

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Dienstag, 15. Mai 2012

Der Sensemann

Vor einiger Zeit kam ein Junge im Alter von ungefähr 8, vielleicht auch 10 an meine Kasse und stellte sich hinter die Kunden an, die ich gerade kassierte.

Bis dahin nicht ungewöhnlich, doch plötzlich fing eben dieser kleine Junge an auf wirklich unheimliche Weise vor sich hinzumurmeln:

"Ich bin der Sensemann!"

Ich war irgendwie nicht in Stimmung das zu kommentieren und habe also einfach nichts gesagt, als er mich direkt angrinste und wieder "Ich bin der Sensemann" wisperte.

Äh?

Mittlerweile hatte ich die beiden Kunden vorher abkassiert und die beiden gingen während der Junge einfach kontinuierlich weiter "Ich bin der Sensemann" vor sich hin flüsterte. Na was soll man dazu schon sagen?

Irgendwann konnte ich mich dann aber nicht mehr zusammenreißen. Mit meinem "Na und wo ist dann deine Sense?" habe ich ihn wohl aus dem Konzept gebracht, er ging dann sehr schnell. Aber damit wusste ich einfach wirklich nichts anzufangen. Seltsam, seltsam!

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Blog-Empfehlung

An dieser Stelle habe ich mal wieder eine Blog-Empfehlung. "Pharmama" ist einen Apothekerin auf der Schweiz die von dem beruflichen Alltag in einer Apotheke berichtet.

Gefällt mir sehr sehr gut :)

Hier geht's zur Pharmama!

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Montag, 14. Mai 2012

Under 21...

Die Alters-/Ausweis-Thematik hört einfach nicht auf :)
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Donnerstag, 10. Mai 2012

Ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür...

Zu meinem Leidwesen kann wirklich alles was ich an der Kasse so tue die Kunden zu dummen Sprüchen verleiten. Mal abgesehen vom kassieren selbst natürlich, darüber habe ich mich ja oft genug ausgelassen. Aber jede andere Tätigkeit provoziert die Kunden geradezu es zu kommentieren.

Wir haben an allen Kassen Reinigungsmittel und Papiertücher liegen, damit in den raren Momenten in denen keiner da ist mal das Band gewischt werden kann, oder die Sauerei von runtergefallen Joghurts beseitigt werden kann. Lässt sich aber natürlich nicht vermeiden, dass irgendwann doch ein Kunde kommt, in diesem ruhigen Moment in denen ich entspannt mein Band säubere. Anstatt also einfach zu fragen ob es ok ist wenn man auflegt oder es eben einfach zu tun, das ist ja meine Hauptaufgabe, müssen 95% der Kunden eben dieses Reinigen des Bandes erst einmal kommentieren:

"Haben Sie extra für mich sauber gemacht?"

"Das machen Sie aber schön!"

Oder mein absoluter Aufreger:

"Da können Sie gerne bei mir Zuhause weiter machen!"

Den finde ich zudem nämlich noch sehr unverschämt.

Ich habe glaube ich oft genug klargestellt, dass ich nichts gegen ein Schwätzchen mit den Kunden habe und selbst den langweiligsten Witz auch beim zehnten Mal noch freundlich belächele - aber es gibt es denn keinen Moment wo ich mal einfach meine Ruhe haben kann? Etwas das nicht kommentiert werden muss, wo keiner seinen Senf hinzu geben muss? Oder reagiere ich vielleicht einfach völlig über?
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Sonntag, 6. Mai 2012

Es ist dringend..

Es soll ja Supermärkte geben die eine Kundentoilette haben. Mag sein, alles schön und gut. Wir haben aber keine. Wenn also jemand nach einer Toilette fragt verweise ich diejenigen meist an die umliegenden Gastronomen. In der Regel hat sich das Thema damit dann auch erledigt. Aber ein Herr der letztens an meiner Kasse war wollte es wirklich wissen...

"Haben Sie auch eine Kundentoilette?"

- Leider nein, aber gegenüber befinden sich ein Schnellimbiss und ein Eiscafe.

"Es wird nämlich langsam dringend!"

Muss ich das wirklich wissen?

Und dann musste er wohl unbedingt noch einen drauf setzen:

"Sonst geht das nämlich bald in die Hose."

Da mir darauf einfach keine angemesse Reaktion eingefallen ist antwortete ich einfach gar nichts, kassierte normal weiter und der Herr ging seines Weges. Aber muss das denn wirklich sein?

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