Mittwoch, 27. Juni 2012

Link-Tipp

The customer is not always right!

Not Always Right features funny & stupid customer stories that show the customer is NOT always right!

Dort gibt es sehr nette Dialoge aus allen möglichen Berufsfeldern. Über Kunden die eben mal nicht recht haben :) Allerdings alles auf englisch und manchmal sehr sehr viel Text. Aber wenn man mal Langeweile hat ist das auf jeden Fall ein guter Zeitvertreib!

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Zweite Kasse bitte!

Damit es nicht heißt ich würde mich nur über Kunden ärgern - es gibt Kollegen die denen in Nichts nachstehen. Die Schicht Samstags ist meiner Meinung nach die stressigste. Besonders der Samstag Nachmittag. Unter den Kollegen weiß man das und sollte versuchen das beste daraus zu machen. An einem dieser Samstage war ich die einzige besetzte Kasse. Das nennt sich bei uns die "erste" Kasse, also die die konstant sitzen bleibt, dann gibt es denjenigen der "zweite Kasse" macht, also sich als zweites hinsetzt und so geht das mit der dritten und der vierten weiter. Bei der vierten ist Schluss, mehr Kassen gibt es bei uns nicht. An eben diesem Samstag war ich die erste Kasse und die Schlange wurde länger und länger, so dass ich also irgendwann nach der zweiten Kasse rufen musste. Es kam aber niemand. Es wurde immer voller und immernoch kein Kollege in Sicht. Ich rief wieder durch, etwas ungeduldiger. Dann endlich, bequemte sich eine Kollegin an die Kasse. Doch anstatt sich zu setzen kam sie nur nach vorne um mich darauf hinzuweisen, dass sie nicht die zweite Kasse sei und dass sich Herr xyz setzen müsste. Zu diesem Zeitpunkt war die Schlange wirklich beunruhigend lang und die Kunden Zurecht genervt. Auch unsere Vorschriften besagen es natürlich, dass man in diesem Fall eine Kasse öffnen muss. Die Kollegin aber beharrte auf ihrer Position als spätere Kasse und nahm den weiten Weg durch den Laden auf sich um mir eben dies mitzuteilen. Ich war zurecht sauer und auch die Kunden lassen diese Stimmung letztlich an mir aus. Während die Kollegin wieder im Laden verschwand. Da sind die meisten Kunden wesentlich erträglicher ;)

Was an der Situation auch nett war: der betreffende Kollege der die "zweite" Kasse besetzen musste hielt sich während meiner Durchsagen vor dem Laden auf um dort die Außenverkäufe aufzuräumen. Er hatte der Kollegin auch Bescheid gesagt... Einfach nur zum kopfschütteln.
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Montag, 25. Juni 2012

Prost!

Eine gute Freundin von mir ist auch Kassiererin, sie arbeitet sogar für dieselbe Kette wie ich, nur eben in einem anderen Stadtteil. Da lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass wir uns ab und an mal austauschen und unsere Kassengeschichten erzählen.

Diese Freundin hat eine etwas rauhe, kratzige Stimme, die ich aber für sehr charmant halte. Ein Kunde an ihrer Kasse vermutete aber mehr dahinter und fragte sie, ob sie erkältet sei.

Als sie verneinte guckte er zweifelnd und antwortete "na klar, das kommt bestimmt vom vielen-" und machte diese übliche Bewegung die eine Flasche am Mund darstellen soll.

Na wenn das mal nicht unverschämt ist. Sowas sollte man jemand Fremdes nicht unbedingt unterstellen. Und ich kann hiermit offiziell klarstellen, dass sie kein Alkoholproblem hat ;)

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Sonntag, 24. Juni 2012

Sowas trinken wir nicht!

Obwohl ich die meiste Zeit meiner Schicht an der Kasse verbringe habe ich doch manchmal auch andere Aufgaben, bei denen ich mich im Laden aufhalte. Als ich gerade dabei war die Angebotsetiketten der nächsten Woche auszutauschen hörte ich am Getränkeregal die Unterhaltung eines kleinen Mädchens und ihrer Mutter.

Die Mutter griff zu einer Flasche Cola als das Mädchen vorschlug, doch stattdessen Cola light mit weniger Zucker zu nehmen. Seltsam war die Reaktion der Mutter:

"Bah, nee, sowas trinken wir nicht!"

Über die Vorbildsfunktion lässt sich hier streiten. Auch wenn Cola light nicht gesünder ist als die "normale", so sendet es meiner Meinung nach trotzdem die falsche Botschaft an das Kind, wenn man auf zuckerfreie Produkte mit Ekel reagiert.

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Samstag, 23. Juni 2012

Walk away

Vor Kurzem kam eine ältere Damen auf Krücken an meine Kasse. Unter Anstrengung hob sie die Krücken hoch um sie auf dem Band abzulegen und dann ihre Einkäufe aufs Band zu heben. Da man ihr den hohen Kraftaufwand dabei ansah fragte ich, ob ich behilflich sein könnte. Sie schaute mich an und antwortete trocken:

"Beim Laufen?"

Damit hab ich mal wieder nicht gerechnet. Sie musste dann selbst lachen und ich habe ihr natürlich geholfen die Einkäufe wieder zu verstauen. Aber die Reaktion kam wirklich überraschend - man darf die alten Damen einfach nicht unterschätzen ;)

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Mittwoch, 20. Juni 2012

Der Restaurant Pass

Es kommt gelegentlich vor, dass ein Kunde mit einem sogenannten "Lebensmittelgutschein" bezahlt. Meistens ist das ein und derselbe Kunde, der im Laden allgemein bekannt ist.

Laut der Homepage von Restaurant Pass ist dieser Gutschein eine Möglichkeit zur "Motivationssteigerung und Mitarbeiterbindung".

Er dient als:

"- clevere Alternative zur klassischen Gehaltserhöhung

- Ausgleich oder Ersatz zur Kantine

- zur Gleichstellung von Mitarbeitern, die in Filialen arbeiten

- als Prämie oder Anreiz für außerordentliche Leistungen"

Das nur als Info. Der eben erwähnte Kunde kam also mal wieder an meine Kasse und gab mir zur Bezahlung wieder eben so einen Gutschein, nicht ungewöhnlich. Das Vorgehen ist auch nicht ungewöhnlich, man betätigt die Taste "Gutschein", scannt den Code und der Betrag wird verrechnet. Aber das wollte an diesem Tag einfach nicht funktionieren. Auch nicht als ich den Gutscheincode manuell eingab. Ich rief eine Kollegin zur Hilfe, die sich das auch nicht erklären konnte und so tippte ich letztendlich den Betrag einfach mit der Hand ein.

Als die Kollegin und ich Abends meine Kasse abrechneten und ich den Gutschein vorlegte fing ein anderer anwesender Kollege plötzlich an zu lachen und löste das Rätsel: bei dem Gutschein des Kunden handelte es sich um ein Muster. Es gab wohl eine Umstellung des Layouts und in heller Schrift war quer über den Gutschein "Muster" geschrieben. Weder der Kunde, noch die Kollegin noch ich hatten dieses kleine Detail gesehen. War aber nicht weiter tragisch, beim nächsten Einkauf des Kunden klärte der Chef den Kunden auf und tauschte den "falschen" Gutschein mit einem gültigen aus. Manchmal sieht man wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht ;)

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Montag, 18. Juni 2012

These boots are made for walking

Vor ein paar Tagen habe ich vor meinem Schichtbeginn inkognito (also ohne Arbeitskleidung) noch ein paar Einkäufe erledigt. Ich ging gerade an die Kasse als ein in Tränen aufgelöstes kleines Mädchen an die Kasse kam, das ihre Mutter nicht finden konnte. Natürlich bin ich dann mit ihr mit um die Mutter zu suchen und als ich sie fragte, wie die Mutter den aussähe, damit ich in etwa wusste wonach ich suchen sollte war die erste Information die ihr einfiel:

"Die hat so braune Schuhe an."

Ich fand das irgendwie niedlich. Die Mutter tauchte natürlich kurz danach auf und der Vollständigkeit halber muss ich hinzufügen: sie hatte schwarze Schuhe an ;)

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Der Klassiker

:)
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Sonntag, 17. Juni 2012

Für mich soll's rote Rosen regnen

Am gestrigen Abend kamen wieder die üblichen Halbstarken an meine Kasse. Wie üblich kauften sie Bier und Zigaretten und alberten herum. Ungewöhnlich war aber, dass einer von ihnen einen Strauß Rosen kaufte. Also fragte ich ihn scherzhaft:

"Sind die für mich?"

- "Nee, für deine Mudda"

Mit dieser Antwort hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Dementsprechend perplex und sprachlos war ich auch. Also warf ich ihm nur den bösen Blick zu und habe es dabei belassen. Aber eigentlich war ich ja auch selbst schuld. Ich wollte ja unbedingt mit den halbstarken Idioten Konversation führen...

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Dienstag, 12. Juni 2012

Setzen, sechs!

Einer unserer Stammkunden macht seinem Einkauf immer nach einem gewissen Schema. Eigentlich ist es auch eher ein Stammkunden-Paar. Sie kommen fast immer gemeinsam. Er, etwas älter, graues Haar, fülliger Körperbau, sie, etwas jünger, klein und schmächtig. Die beiden kommen immer zu später Stunde (oder ich sehe sie immer nur dann, da ich fast nur am Abend kassiere) und erledigen meist größere Einkäufe. Prinzipiell nicht ungewöhnlich, was mich aber immer wieder zum Staunen bringt: die beiden haben stets einen zusammenklappbaren Hocker dabei, auf den der Mann sich im Laden setzt, während die Frau die Regale durchstöbert. Es ist immer wieder ein netter Anblick wie er dann vor dem Regal mit Molkereiprodukten sitzt oder sich in der Obstabteilung niederlässt. Seine Begleiterin kümmert sich währenddessen um alles andere. Man kommt ja nicht umhin, sich Gedanken um die Menschen zu machen, die man so oft an der Kasse sieht. Bei den beiden habe ich mich schon oft gefragt wie ihr Verhältnis ist. Sie sehen nicht aus wie ein Paar, für Vater und Tochter ist der Altersunterschied aber nicht groß genug und befreundet wirken die beiden auch nicht. Wenn alle Sachen im Wagen sind klappen sie das Höckerchen zusammen, fahren zur Kasse und während sie sich um den Rest kümmert setzt er sich auf eine Bank, die im Laden hinter den Kassen steht. Er sitzt da, während sie die Sechserpacks Wasser und andere schwere Sachen in den Wagen hieft. Es wirkt auch nicht so als wäre er körperlich nicht dazu im Stande zu helfen, oder als würde er an einer Krankheit leiden, die ihn davon abhält. Von Außen ist das natürlich sowieso schwer zu beurteilen, aber mich ärgert es oft, wenn diese wirklich schmale, zerbrechliche Frau die Einkaufstüten trägt und in der anderen Hand noch den Hocker hält. Ich werde wohl nie erfahren wie die beiden zueinander stehen und es geht mich auch eigentlich nichts an. Aber es ist interessant, dass man doch anfängt sich Gedanken um solche Personen zu machen, selbst wenn sie nur als Kunde an der eigenen Kasse stehen.
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Samstag, 9. Juni 2012

Toooor!

Die Tatsache dass ich während des ersten Spiels der deutschen Mannschaft bei der EM arbeiten musste hat mich schon etwas geärgert. Was mich aber noch mehr geärgert hat waren all die Leute zwischen 20:00 und 22:00, die sich besorgt erkundigten, ob wir denn kein Fußball gucken würden. Na offensichtlich ja nicht. Und gerne würde man antworten, dass man nicht arbeiten müsste wenn es keine Kunden gäbe die um diese Uhrzeit kämen oder dass ja niemand da wäre um sie jetzt gerade zu kassieren wenn wir stattdessen das Spiel gucken würden. Aber als freundliche Kassierer die wir nunmal sind lächeln wir natürlich nur und verneinen. Und trösten uns mit dem Live-Ticker.
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Ruf mich an!

Eine Kundin an meiner Kasse zahlte mit EC-Karte, so wie das am Tag einige Menschen tun. Im Gegensatz zu den anderen war sie von diesem Vorgang aber sehr beeindruckt und bewunderte nach dem Zahlungsprozess die Schnelligkeit des EC-Geräts:

"Telefoniert das dann dahin?"

Sie meinte bestimmt dass eine Verbindung zum Provider aufgebaut wird, aber ich fand das einfach nett formuliert :)

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Samstag, 2. Juni 2012

Fahrradtour

Die Posts über Kinder vermehren sich irgendwie..

Gestern habe ich meinen Augen nicht getraut als ich sah, wie ein Junge auf seinem Fahrrad in den Laden fuhr, gefolgt von einem Freund, ebenfalls auf seinem Fahrrad. Ich war wirklich perplex und rief den beiden nur empört zu, dass sie sofort mit den Fahrrädern aus dem Laden sollten. Das fanden sie aber nur witzig und ärgerlicherweise hat es sie nur dazu animiert, mich noch mehr zu provozieren. Als ich mich das nächste mal umdrehte (ich saß mit dem Rücken zum Eingang) sah ich wie der eine mit seinem Fahrrad durch die Obst- und Gemüseabteilung fuhr. Da ist mir aber beinah der Kragen geplatzt. Mein "sofort raus mit deinem Fahrrad" machte aber auch keinen Eindruck. Fanden sie immernoch lustig. Es haben sich dann zwei Jugendliche erbarmt die sich wie Türsteher vor die Tür stellten, so dass die beiden einfach nicht mehr reinkamen und irgendwann aufgegeben haben. Aber solche Dreistheit habe ich selten erlebt. Selbst eine Kunden sprach mich kurze Zeit später darauf an und bemerkte, dass die Kinder heutzutage immer unverschämter werden. Da hatte sie leider recht...

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Freitag, 1. Juni 2012

Fundstück

Fundstück oder: was man in einem Regal lieber nicht finden möchte. Beim einräumen der Getränke entdeckte einer meiner Kollegen heute eine getragene Damenunterhose zwischen den Wasserflaschen. Da bin selbst ich sprachlos. Auf ein Bild habe ich dann dankend verzichtet ;) Mein Mitgefühl gilt natürlich dem armen Kollegen der den Fund gemacht hat und mir bleibt nur übrig den Kopf zu schütteln und sich zu fragen wie denn sowas passieren kann...
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