Montag, 12. November 2012

Wut

Am Samstag war wieder einer dieser Kunden im Laden bei denen man sich ärgert, dass man sie verpasst oder sie nicht an die eigene Kasse gekommen sind. Das ganze erinnerte mich sofort an "diese" Geschichte.

Während ich im Laden unterwegs war kam ein Kunde an die Kasse meines Kollegen. Während er die Waren scannte erzählte er ihm, dass er mit seinem U-Boot unterwegs sei. Ein unschlagbares Verkehrsmittel.
Als er dann seinen Einkauf mit Karte zahlen wollte schaffte er es kaum, diese selbstständig ins Gerät zu stecken. Das Problem ließ sich vom Kollegen natürlich schnell beheben, doch dann ging es an die Eingabe der PIN. Überraschenderweise hat er auch das erfolgreich hinbekommen, drückte danach aber leider statt auf den grünen Knopf zur Bestätigung auf den roten für "Abbruch".

Daraufhin rastete er komplett aus. Er schrie meinen Kollegen an dass er sowieso diesen Laden hasst und den Ort in dem er steht und die Leute und die Kunden und das Land und vor allem diesen Laden und er würde nie nie wieder bei uns einkaufen.
Die Sachen ließ er unbezahlt liegen und rannte wütend aus dem Laden.

Mein Kollege sah das alles eher amüsiert und vermutete Drogenmissbrauch. Woher auch immer das seltsame Verhalten des Mannes kam, es ist (mal wieder) irgendwie traurig. Wenn jemand so abgedriftet ist und sich so desillusioniert verhält...
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Kommentare:

  1. hm, es gibt auch psychiatrische erkrankungen, muss nicht immer drogenabusus sein...

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  2. Das hab ich auch gesehen. Bevor er abgedriftet ist sagte er allerdings noch: "Luke, ich bin dein Vater". ;-)

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  3. Das hat dein Kollege doch gut gemanaged. Mehr als das locker und amüsiert zu sehen bleibt einem doch eigentlich gar nicht. Wer will sich denn schon über so etwas aufregen? Ändern kann man es nicht - so traurig es auch ist. Spiegelt eben die Vielfalt dieser Gesellschaft wider.

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