Donnerstag, 31. Januar 2013

Katzenfutter

Seit langem hatte ich mal wieder eine Spätschicht unter der Woche, bis zum bitten Ende, alias Ladenschluss.
Es war furchtbar langweilig, verständlicherweise wollte bei dem Wetter niemand vor die Tür gehen. Dementsprechend glücklich war ich, als um 22.00 das Licht ausging, wir sitzen dann nicht im Dunkeln, aber es ist merklich düster. Endlich kam dann um kurz nach zehn auch der letzte Kunde an meine Kasse und legte zwei Dosen Katzenfutter aufs Band.

"Das kann man doch auch Hunden geben, oder?"


- "Ähm, ich weiß nicht. Ich könnte mir vorstellen dass die Inhalte ähnlich sind, aber es ist nunmal Katzenfutter."

"Aber es ist ein ganz kleiner Hund, der isst sowieso alles."

- "Warum nehmen Sie dann nicht einfach Hundefutter?"

"Ja, eigentlich haben Sie recht. Aber der ist ganz klein und isst immer komische Sachen. Ich nehm das einfach."



Sehr sehr seltsam. Weiß zufällig jemand inwiefern sich die Inhalte der Futterarten unterscheiden? Ich denke nicht dass einfach dasselbe in den Dosen ist. Außerdem, wenn er doch die Möglichkeit hat einfach Hundefutter für den Hund zu kaufen, wieso nimmt er Katzenfutter? Oder ist das bei besonders kleinen Hunden üblich? Ich war jedenfalls irritiert...
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Kommentare:

  1. Katzenfutter ist rein tierisch, im hundefutter steckt auch gemüse.
    Katzenfutter ist also sowas wie ne besonders geile mahlzeit fürn hund.
    Ne katze wirds hundefutter nicht anrühren und wenn doch bekommt sie magenprobleme wegen den pflanzenteilen.
    Im gegensatz zu hunden können katzen pflanzliches nicht verdauen und fressen zB katzengras nur wegen dem leichteren erbrechen. hunde fressen gras aber um die verdauung zu erleichtern

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  2. Vielen Dank für die Antwort, das wusste ich wirklich nicht - allerdings befürchte ich, dass das auch dem Herrn an der Kasse nicht bewusst war ;)

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  3. Ich möchte LasySolanas Kommentar ergänzen:

    Katzenfutter ist besonders Protein(=Eiweiß-)reich, und besonders mit der Aminosäure Taurin angereichert - da Katzen Taurin nicht selbst synthetisieren können (das macht den typischen Katzenfuttergeruch aus), und dafür kohlehydratreduziert. (Katzen brauchen auch ein paar Kolehydrate. Die finden sich in der erlegten Maus im Darm in Form gefressener Samenkörner). Hunde, die nur mit Katzenfutter ernährt werden, haben eine Mangelernährung in Bezug auf Mineralstoffe, und eine Überernährung in Bezug auf Eiweiße und Energie, was den Hund dick macht und ihm Blähungen - analog zu Bodybildern, die sich nur von Proteinshakes ernähren - (und auf lange Zeit viel mehr gesundheitliche Probleme) verschafft.

    Hundefutter hat mehr Kohlenhydrate, mehr Mineralstoffe und ist nicht so aminosäure-reich, insbesondere nicht mit Taurin angereichert, da der Hund diese Aminosäure selber zu bilden vermag. Das führt bei Katzen, die ausschließlich Hundefutter bekommen, zu Verdauungsstörungen, Mangelernährung betreffend des Taurins (und kann auch zu Nierenproblemen betreffend der vermehr auszuscheidenden Mineralstoffe führen).

    Wenn ein Hund ab und an mal am Katzenfutter nascht - oder umgedreht - ist das halb so wild. Wenn man das Tier ausschließlich mit dem falschen Futter ernährt, ist das... Mist.

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  4. Hallo,

    leider muss ich LadySolana in einem Punkt widersprechen.

    Es gibt auch Katzenfutter in denen Gemüse, Getreide und Nebenerzeugnisse enthalten sind. Noch schlimmer finde ich, ist der Zusatz von Zucker in den meisten "Markenfuttern".

    Die Werbung suggeriert immer das die Katze nichts anderes Kaufen würde. Warum wohl, weil es ihr besonders gut schmeckt. Ist es das aber auch gesund? Die Frage kann man ganz einfach beantworten, nein!

    Denn zuviel Zucker ist für die Katze/den Hund genauso ungesund wie für uns Menschen.

    Aber zurück zum Thema, im Grunde genommen ist es nicht schlimm wenn ein Hund --mal-- am Katzenfutter nascht und/oder rumgedreht. Auf dauer ist es für den Hund ungesund Katzenfutter zu essen, weil zu viele Proteine enthalten sind (höhere Harnsteingefahr).

    Bei der Katze und dem Hundefutter verhält es sich so wie LadySolana geschrieben hat. Das Gemüse und Getreide ist für die Katze zwar nicht so ungesund, es kann von der Katze jedoch nicht verdaut werden, ist verschenkte Liebesmühe und bereitet der Katze, Magenprobleme. Des Weiteren fehlen der Katze die zum Leben wichtige Proteine die für den Hund schädlich sind.

    Wir füttern unseren Katzen ein Futter mit einem Fleischanteil von über 80% der Rest setzt sich auch Futterzusätzen zusammen die der Katze alles geben was Sie zu einem Gesunden leben benötigt.

    Jeder der sein Tier gern hat und seinem Tier ein langes und vor allem glückliches Leben ermöglichen möchte sollte auf die "günstigen" Futter von der Stange verzichten und mal auf das Etikett gucken was denn so alles beigemischt wurde.

    Für beide die Katze oder den Hund gilt jedoch ein und die selbe Grundregel:

    Bei beiden sollte der Fleischanteil im Futter so hoch wie möglich sein.
    Natürlich dürfen die entsprechenden Futterzusätze nicht fehlen.

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  5. Katzen benötigen einen sehr hohen Fleischanteil im Futter, sonst werden sie krank.

    Hunde dagegen dürfen - je nach Alter - zwischen 40 bis 70 % Fleisch und sie vertragen Knochen im Futter. Fressen sie reines Fleisch, bekommen sie Probleme mit den Nieren.

    Katzenfutter muss für einen Hund z. B. mit Reis gemischt werden, damit der Hund nicht krank wird.

    Also: es geht, aber nicht auf Dauer, nicht so oft und besser man mischt... also kann man gleich Hundefutter kaufen

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  6. Katzenfutter ist für Hunde nicht geeignet, Hundefutter umgekehrt auch nicht. Die Grundinhalte wie zB Fleisch sind zwar gleich, im herkömmlichen Dosenfutter sind jedoch Zusatzstoffe, Minaeralien usw enthalten welche die Tiere benötigen. Bei Katzen zB das Taurin, da sie dieses nicht sebstständig bilden können. Bei längerer Fütterung mit Hundefutter kann es bei Katzen ua zu Nierenschäden kommen, das Fell kann sich sogar umfärben. Im Katzenfutter stecken umgekehrt zu viele Stoffe, welche der Hund nicht benötigt, ihn sogar dickmachen. Andere welche der Hund benötigt sind nicht enthalten, das kann zu starken Blähungen und Durchfall führen. Wenn ab und an mal "getauscht" wird zwischen den Tieren ist das sicherlich nicht tragisch, auf Dauer sollte man jedoch auf das für das jeweilige Tier zugeschnittene Futter achten.

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  7. Liebes Kassenmädchen,
    merke dir die obrigen Posts gut. Wenn der Mann wieder fragt, kannst du ihn mit deinem geballten Wissen umhauen :D

    Liebe Grüße
    nickel

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  8. Oh wieder etwas gelernt. Empfehle so einem Typen am besten gleich ein Nahrungsergänzungsmittel für sein Haustier, das kauft meine Mama immer ;)

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  9. Seht gute Frage. Der Unterschied war mir auch nicht so klar. Einen ganz guten Rategeber zu den Themen Hunde- und Katzenfutter findest du übrigens hier.

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  10. Eigentlich ist Dosenfutter für kein Tier wirklich gesund. Die meisten bestehen zu 4% aus Fleisch und der Rest sind sogenannte "Tierische Nebenprodukte". Darunter fallen Fell, Schnäbel, Krallen, Knochen usw. Klar frisst das Tier das in der Natur mit, aber nicht zum Löwenanteil. So ein Beutetier besteht dann doch zu mehr als 4% aus Fleisch.

    Zitat " e sollte auf die "günstigen" Futter von der Stange verzichten und mal auf das Etikett gucken was denn so alles beigemischt wurd"
    Kann man SO nicht stehenlassen. Grade in teuren Marken wie Whiskas, sheba und wie sie alle heißen ist fast nur Müll enthalten. Die günstigen dagegen enthalten öfters mehr Fleisch, kaum nebeneezeugnisse und, wichtig, keinen Zucker.

    Wer sein Tier wirklich gesund ernähren möchte der sollte sich über Barfen oder Frankenpray informieren. Ist nicht teurer als Dosenfutter, nur mehr Arbeit und man braucht Platz zum Einfrieren des Futters (lohnt erst wenn man das Futter gleich für den ganzen Monat macht).

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