Freitag, 1. Oktober 2010

Kunde oder Kleinkind?

Ich würde mich selbst sehr freuen wenn ich mal wieder über erfreuliche Sachen berichten könnte, stattdessen fallen mir nur noch Sachen auf die mich nerven. Es tut mir also leid wenn ich wie ein übellauniges Miststück voller Welthass wirke, aber manche Kleinigkeiten verfolgen einen in dem Beruf eben Jahrelang, bis aus einer Kleinigkeit wirklich tief empfundener Hass wird. So auch die Art Kunde, die bereits im Laden einen Artikel aufmacht (meist Getränke) und verzehrt. Ich verstehe das ja noch bei Kleinkindern, obwohls da auch eklig ist eine aufgeweichte und angetatschte Überraschungseiverpackung zu scannen,aber ich verstehe es. Wieso aber können erwachsene Menschen nicht warten bis sie die Kasse passiert haben um dann in Ruhe etwas zu trinken? Warum muss man beim gemütlichen Einkaufsbummel durch den Supermarkt auch noch ein paar Schlückchen trinken und durch die Gänge schlendern.
Selbstbedienung haben wir noch nicht bei uns. Das schlimmste ist aber, wenn diese Flaschen dann am Ende auf dem Kassenband liegen,ich sie scanne und die dann nicht richtig zu sind. Und ich habe dann klebrige Finger weil der Kunde ja UNBEDINGT einen Schluck Cola trinken musste oder meine Kasse ist nass oder aber das ganze Band weil die Flasche davor ja noch umgefallen ist. Ganz ehrlich, wenn der Kunde nicht kurz vor der Austrockung oder dem Ersticken steht habe ich kein Verständnis dafür wenn ein erwachsener Mensch nicht abwarten kann bis er den Artikel gekauft hat. Und rechtlich gesehen (glaube ich jedenfalls,ich bin kein Anwalt) ist das soweit ich weiß auch gar nicht erlaubt. Bevor der Kunde den Artikel gekauft hat gehört er nicht ihm und so ist es ja ein unrechtmäßiges Verzehren. Aber erzähl das mal jemandem...
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Kommentare:

  1. Ich kann verstehen, dass es nicht sehr angenehm ist, klebrige/schmierige/benutzte Verpackungen von Fremden anzutatschen. Aber ich trinke auch sehr oft während dem Einkaufen. Wir machen meist einen Großeinkauf, der schon mal 1 - 1,5 Std. dauern kann und wenn ich sehr großen Durst habe, trinke ich etwas aus der noch nicht bezahlten Flasche ;-) Allerdings sind meine Flaschen nicht angesaut *g*

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  2. Einfach solchen Leuten einen Lappen geben zum wegwischen. Und wenn die dann noch frech werden, ganz ruhig sagen, das du an einer Kasse sitzt und nicht die Putzfrau bist. Ich kann mir nicht vorstellen, das dein Chef da meckern würde. Es sei denn - er ist selbst ein A.....

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  3. Dann würde ich dich grad nochmal als Kundin akzeptieren, Sunshine_Nicky ;) Bei einem Einkauf von einer Stunde verstehe ich es ja noch, ich meine eher Kunden die sich bei wenig Einkauf nicht grad noch zusammenreißen können.

    Hans, mein Chef würde da sicher nix sagen. Aber meistens ist es einfach keine Diskussion mit dem Kunden wert und dauert viel mehr Zeit als wenn ich es selbst mache und die Zähne zusammen beiße.

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  4. haha mit meinem herrn vater hättest deine freude... der fängt immer an die chips zu futtern wenn er mit meiner mutter einkaufen ist, weil meine mutter immer alles ganz genau anschaut um keinen mist zu kaufen und es damit immer gute 2h dauert... ist auch schon passiert, das die packung komplett leer war als sie zur kasse kamen :p

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  5. Naja Chips sind immerhin nicht nass. Obwohl ich Krümel an der Kasse auch nicht so toll finde ;) Dann lege ich mich darauf fest, das Kunden mit einem langen Einkauf essen/trinken dürfen, ok? ;)

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  6. Jede Seite hat ihre Interessen, die Kunden und die Beschäftigten. Es ist richtig, daß man dergleichen, wie hier beschrieben, nicht unbedingt tun sollte. Aber als Ausnahme finde ich es o.k., wenn man mal beim Einkauf etwas trinkt (gerade wenn der Einkauf länger dauert).

    Rechtlich sehe ich auch kein Problem. Wenn ich die angefangene oder leere Flasche in der Hand trage und aufs Kassenband lege, habe ich immer manifestiert, daß ich gewillt bin, sie zu bezahlen. Da liegt kein Verstoß gegen etwas vor. Es ist wirklich bloß eine Geschmacksfrage.

    Und wer nicht herumsaut und die Flasche ordnungsgemäß wieder verschlossen hat, der braucht sich m. E. keinen Vorwurf machen zu lassen. Ein Kompromiß, der beiden Seiten nutzt.

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  7. Ist ja vielleicht auch eine Sache die nur mich nervt. Wie gesagt, bei langen Einkäufen und gut verschlossenen Flaschen sehe ich das auch weniger problematisch :)
    ....aber mich nervts!

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